Moderne Kowa-Objektivserie mit verbesserter Vergütung und reduziertem Breathing für digitale Kinokameras.
Technische Details
Die Kowa Evolution-Serie umfasst Brennweiten von 32mm, 40mm, 50mm, 75mm und 100mm mit einer durchgängigen Lichtstärke von T2.3. Der Frontdurchmesser beträgt einheitlich 114mm, was konsistente Mattebox- und Filternutzung ermöglicht. Die Objektive verwenden eine 15-blättrige Irisblende für kreisrunde Bokeh-Kreise und wiegen zwischen 3,8kg (32mm) und 4,2kg (100mm). Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,9m für alle Brennweiten. Charakteristisch sind die ovalen Blendenflecken (Lens Flares) und die horizontale Streckung von Lichtquellen außerhalb der Schärfeebene.
Geschichte & Entwicklung
Kowa brachte die Evolution-Serie 2016 auf den Markt. Die japanische Firma entwickelte diese anamorphotischen Objektive nach Rückmeldungen von Rental-Houses und Kameraleuten. 2019 kam das 100mm dazu, 2021 wurde die Vergütung überarbeitet.
Praxiseinsatz im Film
Die Kowa Evolution wurde in Independent-Produktionen und Fernsehserien wie "The OA" (Netflix) eingesetzt. Das kompakte Design erlaubt Handheld-Aufnahmen und Gimbal-Einsatz. Standard-Workflow: Aufnahme im anamorphotischen Kamera-Modus mit 1,3x De-Squeeze-Monitoring, anschließend 2x Entzerrung in der Post.
Vergleich & Alternativen
Mietpreise liegen deutlich unter Cooke Anamorphic/i oder ARRI Master Anamorphic. Weniger Charakter als Vintage-Objektive (Lomo, Kowa Cine Prominar), mehr als moderne Hochend-Serien. Direkter Vergleich: Atlas Orion, SLR Magic Anamorphot. Budget-Option für anamorphotische Ästhetik.