Handtuchkino
Englisch: Towel Cinema
Kino für Arthouse-Publikum — meist Programmkinos mit Anspruch auf künstlerische Relevanz statt Blockbuster. Begriff aus der Kritik: Zuschauer bringen sich selbst Handtücher mit, weil die Säle so klein sind.
Der Begriff entstand in der Filmkritik der 1970er und 80er Jahre als leicht spöttische Bezeichnung für jene europäischen Programmkinos, die sich bewusst gegen die Multiplex-Kultur stellten. Die Räume waren tatsächlich oft beengend — Umbauten von Kellern, Gaststätten oder Künstlerkneipen — und das Publikum brachte sich buchstäblich Handtücher mit, um auf eng zusammengerückten Stühlen überhaupt noch sitzen zu können. Das Paradoxe: Diese räumliche Enge wurde zur Marke. Sie signalisierte künstlerischen Ernst, Authentizität, Widerstand gegen kommerzielle Seichtheit.
Mehrsprachig
(1 von 6 Sprachen)Spanisch (ES)
Cine de arte y ensayo para públicos especializados — programación basada en mérito artístico, no en taquilla. Término alemán que ironiza sobre espacios minúsculos.
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