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T-Stop / T-Blende
Kamera · Begriffe

T-Stop / T-Blende

T-Stop / Transmissive Stop
Murnau AI illustration
arri uwz blende canon 7 63mm t2 6 canon rangefinder f stop zeiss master prime zeiss super speed s16

Mass fuer die tatsaechliche Lichttransmission eines Objektivs unter Beruecksichtigung aller optischen Verluste. Praeziser als F-Stop fuer Filmproduktion.

Während die F-Zahl nur das mathematische Öffnungsverhältnis einer Linse angibt, zeigt der T-Stop, wie viel Licht tatsächlich durch die Optik hindurchkommt. Das «T» steht für «Transmission» — und genau darum geht es: Verluste. Glas schluckt Licht, Beschichtungen reflektieren es, und je mehr Linsen-Elemente eine Optik hat, desto weniger Lichtstrom erreicht den Sensor. Ein Objektiv mit F/2.8 ist nicht automatisch gleich hell wie ein anderes mit derselben Blendenzahl. Der T-Stop macht diese Unterschiede sichtbar und damit vergleichbar.

Auf dem Set ist das praktisch entscheidend. Die Belichtung wird nach dem T-Stop eingestellt, nicht nach der F-Zahl — sonst liefert die Kamera im Schnitt Bilder, die dunkler sind als erwartet. Moderne Cinema-Linsen geben beide Werte an: Ein Zeiss Supreme Prime könnte etwa T/1.5 sein, obwohl die konstruktive F-Zahl F/1.3 wäre. Der Unterschied liegt in den Transmissionsverlusten, die je nach Oberflächengüte und Vergütung schwanken. Hochwertig beschichtete Optiken liefern höhere T-Stops und damit mehr nutzbares Licht — ein Grund, warum Premium-Linsen auf den Budget-Kalkulator durchschlagen.

In der Praxis dient der T-Stop zwei Zwecken: erstens der akkuraten Belichtungsmessung am Set (Belichtungsmesser und Kamera-Licht-Meter arbeiten damit), zweitens der konsistenten Farbtemperatur und dem Kontrast über mehrere Objektive hinweg. Bei einer Multi-Kamera-Produktion mit verschiedenen Linsen hilft der T-Stop, die Lichtverhältnisse auszugleichen. Zwei Objektive mit unterschiedlichen F-Zahlen können denselben T-Stop haben — und liefern dann optisch identische Helligkeit.

Ein weiterer praktischer Punkt: T-Stops werden oft in Drittel-Stufen angegeben (T/1.3, T/1.4, T/2.0 usw.), was die Arbeit mit variabler ND-Filtration erleichtert. Der T-Stop bleibt konstant, während die ND-Filtration rein- oder rausgefahren wird, statt an der Blende zu korrigieren. Das erhält die Schärfentiefe und damit die visuelle Konsistenz der Shots.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich kalibriere meine Belichtungsmessung ausschliesslich nach T-Stops, da sie mir die exakte Lichtmenge garantieren, die tatsaechlich den Sensor erreicht.

Regisseur

Die Konsistenz von T-Stops ermoeglicht mir praezise visuelle Kontinuitaet zwischen verschiedenen Kamerasetups derselben Szene.

Produzent

T-Stop-kalibrierte Objektive kosten 40 Prozent mehr, reduzieren aber Drehzeit durch wegfallende Belichtungstests um 15 Minuten pro Setup.

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