Bildformat aus Pixelgittern — JPG, PNG, TIF. Verliert bei Skalierung an Schärfe, aber speichert Farbnuancen optimal. Für finale DCP und Archivierung unverzichtbar.
Am Set und in der DI-Suite bezeichnet Rastergrafik pixelbasierte Bilder — der Standard in der digitalen Filmproduktion. Jedes Bild setzt sich aus einem regelmäßigen Gitter von farbigen Pixeln zusammen, die zusammen die visuelle Information transportieren. Im Gegensatz zur Vektorgrafik (die Kurven und Formen mathematisch definiert) ist die Rastergrafik eine Sampling-Methode: Die Realität wird in diskrete Punkte zerlegt, jeder Punkt trägt einen Farbwert.
Die praktische Konsequenz dieser Pixelstruktur zeigt sich bei der Skalierung. Wird eine Rastergrafik über ihre native Auflösung hinaus vergrößert, geht Schärfe verloren — die Pixel werden sichtbar, Kanten wirken treppenförmig. Das ist keine Schwäche des Formats, sondern seine physikalische Realität. Deshalb wird im Schnitt und in der VFX-Komposition mit höchstmöglichen Auflösungen gearbeitet — 2K, 4K, oft sogar RAW-Material mit 16 oder 32 Bit Farbtiefe pro Kanal. Diese Überauflösung gibt Spielraum für Zooms, Repositionierungen und Color Grading, ohne sofort an die Grenzen zu stoßen.
Die Stärke der Rastergrafik liegt in der Farbwiedergabe. JPG, PNG, TIF — diese Formate speichern Millionen von Farbnuancen pro Pixel, was für fotorealistische Aufnahmen und komplexe Composites unverzichtbar ist. Eine 16-Bit-TIF-Sequence hält Subtilitäten fest, die beim Keying oder bei der Korrektur benötigt werden. Gleichzeitig ist sie komprimierbar: verlustfrei (PNG, TIF) oder mit kalkuliertem Qualitätsverlust (JPG), was für Archivierung und Austausch relevant wird.
Für die DCP-Erstellung und langfristige Archivierung sind Rastergrafiken Standard — die DCP selbst ist ein rasterbasiertes Format. RAW-Material wird in 12-Bit-DPX oder vergleichbaren Raster-Sequenzen gespeichert. An Rastergrafik führt im Film kein Weg vorbei. Die Frage ist nicht ob, sondern welche Auflösung, welche Bit-Tiefe, welches Codec.
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