Die reine Farbinformation im Bild — unabhängig von Helligkeit und Sättigung. In Farbkorrektur der entscheidende Parameter: Farbstich beheben, ohne Kontrast zu zerstören.
Am Set oder im Schnitt stehen täglich drei separate Farbdimensionen im Mittelpunkt: Farbton, Sättigung und Helligkeit. Der Farbton ist dabei die reine Wellenlänge: Rot bleibt Rot, Blau bleibt Blau, egal wie dunkel oder grau es wird. Im praktischen Workflow ist das entscheidend, weil ein Farbstich — etwa ein unerwünschter Grünstich unter LED-Licht — korrigiert werden kann, ohne gleichzeitig die Kontraste zu zerstören.
In der Farbkorrektur arbeiten Farbton-Schieber, die das gesamte Spektrum rotieren. Das klassische Werkzeug: der Hue/Saturation-Regler in DaVinci oder Lumetri. Wird der Farbton-Wert um ein paar Grad gedreht, verschieben sich alle Pixel in diesem Farbbereich im Farbkreis — Rot wird zu Orange, Grün wird zu Cyan. Das geschieht völlig unabhängig davon, wie hell oder dunkel die betreffende Stelle ist. Auf diese Weise lässt sich ein Hautton gezielt warm ziehen, ohne die Schatten zu beeinflussen, oder ein Sky-Blue von innen heraus wärmer machen, ohne an Sättigung oder Kontrast zu rühren.
Wird auf Set eine Szene gemischt — künstliches Licht auf eine Fensterbank mit Tageslicht — entstehen oft Farbton-Differenzen zwischen den Lichtquellen. Der Kelvin-Unterschied ist nicht durch einfaches Aufhellen oder Abdunkeln zu lösen; der Farbton selbst muss verschoben werden. Mit gezielten Hue-Anpassungen in bestimmten Farbkanälen (Rot, Grün, Blau, Cyan, Magenta, Gelb) lassen sich diese Spannungen reduzieren, ohne die Bildtiefe zu verlieren.
Im Kontext der Farbkorrektionspipeline kommt der Farbton oft nach der groben Luminanz-Anpassung. Erst werden Exposure, Gamma und Kontrast festgelegt, dann folgen feinere Korrekturen mit Farbton, Sättigung und feinen Helligkeit-Moves. So bleibt maximale Kontrolle erhalten und das Bild wirkt — nicht gebastelt.
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1. Zu welchem Department gehört „Farbton"?