Filterfolie vor Leuchte oder Kamera — wandelt Farbtemperatur um. Typisch: CTB (3200K→5600K) oder CTO (5600K→3200K) für gemischte Lichtsituationen.
Farbkonversionsfilter sind am Set nötig, wenn Lichtquellen unterschiedlicher Farbtemperatur kombiniert werden — und das ist der Regelfall. Tageslicht von außen liefert 5600K, Halogen-Scheinwerfer dagegen 3200K. Ohne Filter entsteht ein Farb-Chaos: eine Seite des Gesichts orange, die andere bläulich. Eine Filterfolie vor der Leuchte oder vor der Kamera bringt alles auf eine Kelvin-Ebene.
Die Standardfilter sind CTB (Color Temperature Blue) und CTO (Color Temperature Orange). CTB wandelt warmes Tungsten-Licht (3200K) ins kühle Tageslicht-Spektrum (5600K) — die blaue Folie vor einer Halogen-Leuchte passt diese an die Fenster-Beleuchtung an. CTO macht das Gegenteil: es nimmt hartes Tageslicht und wärmt es zur Kunstlicht-Temperatur ab. Beide Sorten gehören ins Reisecase, weil die Situation am Set bestimmt, welcher Weg eingeschlagen wird.
Praktisch sind die Filter dünne Folien — Rosco, Lee und Gels sind die Standard-Hersteller — die vor die Leuchte oder vor das Kamera-Objektiv gespannt werden. Bei Leuchten ist die Befestigung direkt am Reflektor üblich, weil dort mehr Fläche zur Verfügung steht und der Lichtverlust geringer ausfällt. Als Vorsatz-Filter am Objektiv kommen sie eher in Notfällen oder bei sehr gezielten Korrektionen zum Einsatz. CTB-Filter schlucken deutlich mehr Licht als CTO — eine volle CTB-Konversion kostet etwa 1,5 bis 2 Blendenstufen. Beim Einsatz von CTB muss entsprechend heller gefahren oder länger belichtet werden.
Es gibt auch Partial-Filter — halbe Konversionsfilter (Half CTB, Half CTO) — für subtilere Anpassungen, wenn keine vollständige Umschaltung gewünscht ist. Manche DoPs verwenden sie, um Mischlichtsituationen zu balancieren: eine Seite warm, die andere kalt beleuchtet, sodass beide Lichter zusammenarbeiten statt gegeneinander. Den Weißabgleich erst in der Kamera oder im Schnitt zu korrigieren ist meist aufwendiger und erzeugt Farbstiche — die Korrektur am Set per Filter ist zuverlässiger. Farbkonversionsfilter sind handwerkliche Notwendigkeit: Ohne sie entstehen in Tageslicht-Räumen mit Kunstlicht optische Konflikte, die kein Color-Grading nachträglich vollständig repariert.
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Quiz
1. Zu welchem Department gehört „Farbkonversionsfilter"?