Ukrainischer Linsenhersteller aus Charkiw, der mit dem Apollo-System berühmt wurde – einer Anamorphot-Serie mit drehbarem Astigmatismus-Fokussierungsmechanismus für präzise Bildqualität.
Xelmus wurde um 2012 von Oleg Krasyuk in Kharkiv, Ukraine gegründet. In einer Stadt, die seit 2022 unter täglichem Beschuss steht, baut dieses kleine Team Weltklasse-Anamorphoten. Das allein verdient Respekt.
Was Xelmus anders macht
Die meisten bezahlbaren Anamorphoten setzen auf variable Frontdiopter zum Fokussieren — einfacher zu bauen, aber mit Kompromissen bei chromatischer Aberration und Naheinstellung. Xelmus ging einen anderen Weg: den Rotating Astigmatizer, ein Fokussystem, das Panavision 1954 patentierte. Zwei gegenläufig rotierende zylindrische Elemente halten die horizontale Bildachse stabil, während die sphärische Optik linear fährt. Das Ergebnis: kein horizontales Breathing, extrem kurze Naheinstellgrenzen und ein Look, den man sonst nur von Panavision-Glas kennt.
Die Produktlinien
Das Flaggschiff ist die Apollo 2x Anamorphic Serie — neun Brennweiten von 24mm bis 180mm, Full-Frame-fähig ab 40mm, alle in PL-Mount. 2025 kam die Aura Serie dazu: Super-35-optimiert, sauberer im Look als die Apollo, zu einem niedrigeren Preis. Beide Linien werden von Hand in Kharkiv montiert.
Am Set
Apollo-Objektive wiegen zwischen 1,7 und 2,9 kg pro Stück — leicht genug für Steadicam und Gimbal. Die Naheinstellgrenze von 38 cm ist für Anamorphoten außergewöhnlich. DPs nutzen das für intime Close-Ups mit vollem anamorphotischem Oval-Bokeh, ohne Nahlinsen aufschrauben zu müssen. Die Gehäuse gibt es in Weiß, Rot und Schwarz — eine Anspielung auf die Apollo-Mondmissionen.