Cooke S5: Moderne Festbrennweiten-Serie von Cooke mit verbesserter optischer Leistung und /i Technology für Metadatenübertragung.
Technische Details
Alle S5/i-Objektive verfügen über eine identische 110mm-Frontlinse, einheitliche 95mm-Filtergewinde und wiegen zwischen 2,8kg (18mm) und 4,2kg (135mm). Die Fokussierung erfolgt über 300° Drehwinkel, die Blendenverstellung über 85°. Die /i Technology überträgt Metadaten wie Brennweite, Blendenwert, Fokusdistanz und Schärfentiefe in Echtzeit an kompatible Kamerasysteme. Der Aufbau basiert auf 16-20 Linsenelementen pro Objektiv mit speziellen Cooke-Vergütungen für minimale Reflexionen. Verfügbare Brennweiten: 18mm T1.4, 25mm T1.4, 32mm T1.4, 50mm T1.4, 75mm T1.4, 100mm T1.4, 135mm T2.8 sowie ein 40mm T2.0.
Geschichte & Entwicklung
Cooke brachte die S5/i-Serie 2017 als S4/i-Nachfolger heraus. Entwicklungszeit: vier Jahre unter Chefdesigner Iain Neil. 2019 kamen längere Brennweiten dazu, 2021 die „Full Frame Plus"-Variante für größere Sensoren. Produktion erfolgt komplett in Leicester, England, per Hand mit Cookes Schleif- und Vergütungstechniken.
Praxiseinsatz im Film
Roger Deakins setzte S5/i-Objektive in „1917" (2019) für Nahaufnahmen ein. „The Crown" (Staffel 4-6) wurde komplett mit S5/i gedreht für einheitliche Hauttöne. Der organische Look funktioniert bei Charakterdramen und Periodenfilmen. Praktische Vorteile: gleichmäßige T1.4-Lichtstärke über alle Brennweiten, präzise Fokussierung für Steadicam-Arbeit, minimales Focus-Breathing bei Follow-Focus-Systemen.
Vergleich & Alternativen
Gegen Zeiss Supreme Prime: weniger klinisch scharf, mehr Bildcharakter. ARRI Signature Primes bieten ähnliche organische Qualitäten bei 30% höheren Kosten. S4/i-Vorgänger funktionieren für kleinere Budgets, decken aber nicht Vollformat ab. S7/i Full Frame Plus für Dokumentationen (schwerer), Panchro/i Classic für Vintage-Look der ursprünglichen Speed Panchros.
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