Schnellverbindung für Objektive und Zubehör — Linse dreht sich 90° ein und sitzt sofort fest. Standard bei Canon EF, Nikon F und Sony E — schneller als Schraubgewinde.
Am Set brauchst du schnelle Wechsel — und genau dafür wurde der Bajonett-Anschluss entwickelt. Statt ein Objektiv minutenlang ins Gewinde zu drehen, schiebst du die Linse rein, drehst sie 90 Grad, und sie sitzt bombenfest. Die mechanische Sicherung erfolgt über zwei oder drei Stifte im Bajonett-Ring der Kamera, die in entsprechende Nuten am Objektiv-Fuß greifen. Ist präzise Arbeit — bei schlechter Fertigung klappert das Ganze, bei guter sitzt es wie angegossen.
Canon hat mit dem EF-Anschluss lange den Standard geprägt, Nikon mit F — beide Systeme sind nicht kompatibel, obwohl der Außendurchmesser ähnlich aussieht. Das ist eine klassische Designentscheidung: Bajonett-Mounts sind proprietär. Sony E ist schlanker und ermöglicht kompaktere Kameras, weil der Flange-Abstand (Abstand von Sensor zu Anschluss) kürzer ist. Im Schnitt merkst du den Unterschied beim Handling: Du wechselst drei Objektive in fünf Minuten statt in fünfzehn — das spart Zeit auf Drehplätzen mit knappem Schedule.
Praktisch musst du beim Anschrauben eines neuen Objektivs auf Verschmutzung achten. Staub im Bajonett führt zu Bildfehler, Kratzer auf den Anschluss-Stiften zu elektrischen Ausfällen, wenn es um Autofokus-Kontakte geht. Manche Kameras haben kleine Schutzdeckel für den Body-Anschluss — benutze sie. Ein abgebrochener Stift lässt sich nicht einfach reparieren und macht die ganze Kamera unbrauchbar. Auch wichtig: Drehe das Objektiv nicht über den natürlichen Widerstand hinaus. Es soll einrasten, nicht krachen.
Die elektronische Schnittstelle beim modernen Bajonett überträgt nicht nur die Fokus-Signale, sondern auch Daten wie Brennweite, Blendenöffnung und Objektivprofile — essentiell für in-camera-Korrektionen und Metadaten im Schnitt. Ältere manuelle Linsen mit Bajonett funktionieren trotzdem, aber ohne diese Informationen. Wer viel mit Legacy-Glas arbeitet, muss das beim Colour-Grading im Hinterkopf behalten.