Neun-Prime-Serie fuer Super 16 (6 bis 50mm, durchgehend T1.3) — die 16mm-Variante der Ultra-Prime-Familie, Standard im S16-Revival.
Die ARRI/ZEISS Ultra16 ist die Super-16-Variante der Ultra-Prime-Familie. Neun Brennweiten — 6, 8, 9.5, 12, 14, 18, 25, 35 und 50mm — alle bei durchgehend T1.3. Gerechnet sind sie für den kleinen Bildkreis von Super 16: kleinere Frontlinsen, leichter und kompakter als die S35-Ultra-Primes, aber aus derselben Optikfamilie und damit mit vergleichbarem Kontrast- und Hauttonverhalten. Alle Objektive der Serie teilen sich dieselben Außenmaße, sodass ein Wechsel ohne Umbau der stangenmontierten Peripherie möglich ist.
Wofür die Serie gebaut ist
Zielformat sind 16mm-Filmkameras — ARRI Arriflex 416, ARRI Arriflex SR3, die AATON-Bodies XTR Prod und A-minima — sowie die S16-Sensormodi digitaler Kameras wie der Alexa 35 oder der Sony Venice. Damit ist die Serie einer der wenigen Wege, einen echten S16-Look auch digital zu fahren, ohne auf Crop-Tricks auszuweichen. Bajonett ist durchgehend PL.
Brennweiten-Logik
Die Serie deckt Super 16 komplett ab, vom extremen Weitwinkel bis ins kurze Tele. Auf Super 16 entspricht das 6mm ungefähr einem 12- bis 14mm auf Super 35, das 25mm liegt im Bereich der Normalbrennweite, das 50mm ist das lange Ende. Der Schwerpunkt liegt trotzdem im Weitwinkel: zwischen 6 und 14mm sitzen fünf der neun Brennweiten. Diese enge Stufung ist der eigentliche Punkt — die Sprünge sind klein genug, dass eine Kompositionsanpassung über den Objektivwechsel läuft statt über den Standort.
Verleiher bieten die Serie meist als Set of 9 oder als kleineres Set of 6 an; nicht jedes Haus führt alle neun Brennweiten.
T1.3 durchgehend
Konstante T1.3 über die ganze Serie ist für das Format ungewöhnlich. Die Zeiss Super Speeds in S16 decken 9.5, 12, 16, 25 und 50mm ab und beginnen damit erst bei 9.5mm; die Ultra16 halten die Lichtstärke bis 6mm hinunter. Für Available-Light-Arbeit auf 500T unter Kunstlicht heißt das konkret: kein Blendensprung beim Brennweitenwechsel und kein Push in der Entwicklung, nur um eine Weitwinkeleinstellung zu retten.
Verhältnis zur Ultra-Prime-Familie
Ultra16 und Ultra Prime sind in derselben Familie konstruiert — die Ultra16 tragen die T*XP-Vergütung und sind farblich auf Ultra Primes, Master Primes und Variable Primes abgestimmt. Ein Setup lässt sich mischen, ohne dass die Bilder optisch auseinanderfallen: Ultra16 für die S16-Ebene, eine einzelne Ultra Prime als Bruch für eine räumlich andere Sequenz.
Heute
Im 16mm-Revival der Jahre 2024 bis 2026 hat sich die Serie als Profi-Set für narrative Music-Video- und Werbearbeit etabliert. Die Vollserie lag 2026 bei etwa 600 bis 900 EUR Tagesmiete, Einzelbrennweiten bei 150 bis 200 EUR. Preisangaben sind Marktbeobachtung, keine Herstellerangabe.
Verwandte Begriffe
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