Standard-Cine-Festbrennweiten von ARRI und ZEISS, 1999 eingefuehrt: 16 Brennweiten von 8 bis 180 mm bei T1.9 bis T2.8 — die breiteste Reihe ihrer Art und optisch auf die Master Primes abgestimmt.
Die Ultra Primes sind die Standard-Festbrennweiten aus der Zusammenarbeit von ARRI und ZEISS. Die ersten Objektive waren ab Mai 1999 lieferbar; das 65 mm kam im Mai 2001 dazu, 12 mm und 180 mm bis Dezember 2001. Bei ARRI läuft die Reihe heute als Legacy-Produkt.
Sechzehn Brennweiten
8R · 10 · 12 · 14 · 16 · 20 · 24 · 28 · 32 · 40 · 50 · 65 · 85 · 100 · 135 · 180 mm — von einem extremen Weitwinkel bis zu einem Teleobjektiv, das eigens für Bewegtbild gerechnet wurde. Das ist die breiteste geschlossene Reihe, die es in dieser Klasse gibt, und der Hauptgrund für ihre Verbreitung: ein Satz deckt eine ganze Produktion ab, ohne dass zwischendurch eine fremde Rechnung ins Bild kommt.
Die Lichtstärke ist nicht durchgehend. Die Reihe läuft von T1.9 bis T2.8 — die Randbrennweiten sind langsamer als die Mitte. Wer mit offener Blende arbeitet und die Brennweite wechselt, korrigiert an den Enden nach. Die Naheinstellgrenzen reichen von rund 23 cm bis etwa 2,6 m.
Das Paar mit den Master Primes
Der eigentliche Entwurfsgedanke steht nicht in den Datenblättern: die Ultra Primes sind optisch auf die Master Primes abgestimmt. Beide Reihen zeichnen gleich, unterscheiden sich aber in der Lichtstärke — die Master Primes öffnen auf T1.3.
Praktisch heißt das: die schnelle Reihe wird für die Nächte gemietet, die Standardreihe für den Rest — im Schnitt fällt der Wechsel nicht auf. Das ist der Grund, warum die Ultra Primes über zwei Jahrzehnte das Arbeitspferd im europäischen Kino geblieben sind — nicht ihre Spitzenwerte, sondern ihre Anschlussfähigkeit.
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