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Timecode / Zeitcode
Produktion

Timecode / Zeitcode

Timecode / TC
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HH:MM:SS:FF-Format, das jedes Frame eindeutig identifiziert — synchronisiert Bild und Ton, essentiell für DIT, Schnitt und VFX. Ohne TC kein Workflow.

Ohne Timecode ist die ganze Produktion lahm. Das HH:MM:SS:FF-Format (Stunden:Minuten:Sekunden:Frames) ist nicht einfach eine Nummer auf dem Monitor. Es ist die Adresse jedes einzelnen Bildes: Die DIT-Station arbeitet damit, der Editor braucht sie für die Sync, und in der VFX-Pipeline wird damit gearbeitet wie mit Hausnummern. Ohne TC ist später keine präzise Aussage möglich — „Das Problem ist bei 01:23:45:17" — im Schnittplatz bleibt sonst nur blindes Suchen.

Die Praxis zeigt: Timecode muss von Anfang an konsistent laufen. Alle Kameras und Audio-Recorder werden auf einen gemeinsamen Sync-Punkt synchronisiert — meist über Wireless-Timecode-Module oder mit einer Leader-Clap. Manche Setups verwenden LTC (Longitudinal Timecode), der auf der Audio-Spur läuft; andere nutzen VITC (Vertical Interval TC), der im Videosignal steckt. Am digitalen Set ist meist beides parallel vorhanden. Der DIT-Puller braucht den TC, um seine Logs zu schreiben, die Camera-Reports zu checken und später im Schnitt keine Lost-Clips zu haben. Die Drop-Frame vs. Non-Drop-Frame Entscheidung — 23.98fps oder 25fps — muss am ersten Tag fallen, sonst zerfällt die Sync wie ein feuchtes Brötchen.

Ein praktisches Problem: Wenn die Kamera crasht, setzt der TC wieder auf 00:00:00:00 zurück. Das führt zu Duplikaten und Verwirrung in der Archivierung. Deshalb fahren ambitionierte Productions mit kontinuierlichem TC über den ganzen Drehtag — selbst wenn zwischen den Takes 20 Minuten liegen. Das kostet zwar etwas Achtsamkeit beim Aufnahmeleiter, spart aber im Schnitt Stunden. Bei Multi-Cam-Setups ist TC der einzige Weg, um drei oder vier Kamerasignale nahtlos zu synchronisieren — ohne würde die A-Roll B-Roll C-Roll aus der Phase geraten.

Im VFX-Workflow werden Timecodes in den Metadata-Layer geschrieben, damit der Compositor genau weiß, wo ein Shot anfängt und endet. Auch Foley-Recording und ADR nutzen TC, um die Takes präzise zurückzuspulen und neu zu synchronisieren. Das Stichwort Synchronisation — ob Bild-Ton oder Multi-Cam — funktioniert nur mit korrektem, durchgehendem Timecode. Kleine Slippage führt zu Lip-Sync-Problemen, die erst im Kino auffallen.

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