Regisseur
Creative or operational relevance to directing
Die zweite warme Mahlzeit, wenn der Drehtag über die tariflich festgelegte Zeit hinausgeht — meist sechs Stunden nach der ersten.
Die zweite Mahlzeit wird fällig, wenn nach der ersten Pause noch einmal die volle Frist vergeht. In US-Verträgen sind das in der Regel sechs Stunden; danach läuft die Strafzahlung wieder an.
Eine Second Meal ist ein Signal: Der Tag läuft aus dem Ruder. Produktionen kalkulieren sie für Nachtdrehs und lange Motivtage bewusst ein — wenn sie ungeplant fällig wird, war der Drehplan zu eng.
Sie wird angekündigt und bestellt, bevor sie fällig ist, weil Catering Vorlauf braucht. Die Regieassistenz meldet den Bedarf deshalb meist Stunden vorher an die Produktion — auch auf das Risiko hin, dass sie doch nicht gebraucht wird. Bleibt die Meldung aus und die Frist verstreicht ohne Pause, greift die Strafzahlung automatisch, unabhängig davon, ob das Catering bereitstand. Auf großen Sets mit vielen Gewerken koordiniert die Regieassistenz den genauen Zeitpunkt mit der Produktion und dem Caterer, damit nicht mitten in einer laufenden Einstellung abgebrochen werden muss. Bei Tarifproduktionen in Deutschland gelten die Fristen und Pausenregelungen nach dem jeweils gültigen Rahmentarifvertrag; die konkreten Intervalle können von den US-amerikanischen Regelungen abweichen.
Creative or operational relevance to directing
Importance in production planning and execution
1. Zu welchem Department gehört „Zweite Mahlzeit"?
2. Wie viele verschiedene Fachperspektiven bietet dieser Eintrag?
Das Lexikon ist Teil des Filmfarm-Ökosystems — neben Kalkulation (FilmBalance), Branchen-Magazin (FilmCircus) und Crew-Vernetzung (FilmCall, CrewMesh). Eine gemeinsame Begriffswelt für die ganze Produktion.