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Reflektor
Licht

Reflektor

reflector
Murnau AI illustration
par reflector reflector panel baffle

Sperrholzplatte mit reflektierendem Belag (Silber, Gold, Weiß) — lenkt vorhandenes Licht in Schatten und aufgehellte Gesichter. Am Set unverzichtbar für sanfte Aufhellung ohne Strom.

Am Set funktioniert ein Reflektor wie ein unsichtbarer Assistent: Er fängt vorhandenes Licht — ob Sonne, HMI oder Scheinwerfer — und wirft es kontrolliert in Schattenbereiche zurück. Das macht ihn zur wichtigsten Waffe gegen hartes Gegenlicht und tiefe Augenschatten, ohne dass du einen zusätzlichen Strom-Anschluss brauchst. Profis arbeiten täglich damit, weil die Physik einfach ist: Licht trifft auf reflektierendes Material, Winkel rein = Winkel raus.

Die Oberfläche entscheidet über den Charakter der Aufhellung. Silber — meist Mylar oder spezialbeschichtetes Sperrholz — reflektiert hart und fokussiert, ideal wenn du eine kräftige Füllung brauchst und der Abstand zum Gesicht groß ist. Gold wärmt das Licht leicht auf, erzeugt einen weicheren, hautschmeichelnden Effekt — Porträts, Beauty-Szenen, klassisches Hollywood-Feeling. Weiß ist die sicherste Variante: diffuse, sanfte Aufhellung ohne Überraschungen, perfekt für enge Räume und wenn du Kontrolle über Intensität brauchst. Schwarz — oft die Rückseite — absorbiert Licht statt es zu reflektieren, nutzt du zum Abdunkeln von Highlights oder um Kontrast zu schärfen.

Praktisch am Set: Der Reflektor ist ein Werkzeug der Feinabstimmung. Wenn die Sonne zu hart von vorn kommt und dein Schauspieler schwarze Augenhöhlen hat, positionierst du einen großen Silber-Reflektor bodennah auf die gegenüberliegende Seite — zwei bis drei Meter entfernt, je nach Größe des Reflektors und gewünschter Aufhellintensität. Kleine Hand-Reflektoren (60–80 cm) brauchst du für Close-ups und Gesichtsdetails, große Rahmen (120–150 cm) für Ganzkörper und breitere Szenen. Ein Assistent hält, oder du spannst ihn auf einem C-Stand ein. Der Winkel ist entscheidend — jede kleine Drehung ändert die Lichtrichtung. Mit etwas Erfahrung wirst du zum Licht-Jongleur, der ohne Stromaggregate arbeitet.

Das Beste: Reflektor-Licht ist immer natürlich, konsistent und lässt sich in Sekunden justieren. Im Gegensatz zu künstlichen Quellen (siehe Kunstlicht, HMI) hat es keine Farbstich-Probleme und erzeugt den gleichen weichen oder harten Charakter wie die ursprüngliche Lichtquelle selbst. Für Documentary, Reality und schnelle TV-Produktionen ist das Gold wert — buchstäblich.

Aktuelles

In der Praxis wird der schwarze Reflektor (Black Flag oder Neg Fill) oft übersehen: Er absorbiert Licht, statt es zu reflektieren, und vertieft gezielt Schatten für mehr Kontrast und Zeichnung im Gesicht. Die Entscheidung Reflektor versus großes Kunstlicht mit Softbox hängt vor allem von der Kontrolle ab – der Reflektor folgt dem verfügbaren Licht und ändert seinen Charakter mit der Tageszeit, das Kunstlicht bleibt konstant und steuerbar.

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