Diffusions- und Reflektionsfolie aus Polyester — milchig-transparentes Kunststoffmaterial für Aufhellung und Diffusion ohne Farbstich. Standard beim Dimmen harten Lichts.
Liegt eine harte Sonnenkante auf dem Gesicht des Motivs, ist Polyekran die erste Wahl. Das milchig-weiße Polyestergewebe diffundiert direktes Licht sanft, ohne dabei einen Farbstich einzuschleppen. Anders als Baumwolle oder Seide bleibt die Farbtemperatur neutral, was beim digitalen Drehen gold wert ist. Das Material wird einfach zwischen Quelle und Motiv platziert: vor HMI, vor Tageslicht durchs Fenster, über dem Scheinwerfer. Das Licht wird weicher, die Schatten öffnen sich, der Schauspieler sieht nicht mehr aus wie eine Marmorbüste.
Die praktische Stärke des Materials liegt in seiner Robustheit. Polyekran verträgt Nässe und Hitze von Halogenen — es vergilbt nicht schnell und hält auch nach zehn Jahren am Set noch seine optischen Eigenschaften. Bei einer 4K-/5K-Auflösung entsteht kein Diffusionsverlust durch Oberflächenschäden. Es lässt sich in C-Stands einspannen, auf Rahmen montieren (1x1m oder 2x2m sind Standard) oder als Textilbahn vor großen Flächen einsetzen. Die Lichtverluste sind minimal — etwa eine halbe bis eine ganze Blendenstufe je nach Grammatur.
Wo Polyekran an seine Grenzen stößt: Es diffundiert gleichmäßig in alle Richtungen. Soll das Licht gezielter gelenkt werden — abgeschwächt, aber mit erhaltener Richtcharakteristik — bieten sich stattdessen Silk (das offenporige Nylon-Gewebe) oder Bleached Muslin an. Polyekran eignet sich weniger für subtile Modellation; es nivelliert einfach. Bei sehr extremem Gegenlicht oder Studio-Setups mit präzisen Schatten-Konturen greifen Profis eher zu Diffusions-Papier oder gezielter Bounce-Technik.
In der Praxis wird Polyekran oft mit Reflektoren kombiniert: Polyekran diffundiert das Licht, ein silberner oder weißer Reflektor fängt es seitlich auf und schafft so eine sanfte, dreidimensionale Ausleuchtung ohne zusätzliche Quellen. Das spart Strom, reduziert Wärmeeintrag und gibt Geschwindigkeit. Beim digitalen Drehen mit hohen ISO-Werten ist diese Leichtigkeit oft sogar erwünscht.
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1. Zu welchem Department gehört „Polyekran"?