Tonaufzeichnung mittels magnetischer Induktion auf Film oder Tape — verlustfreier als optischer Ton und mastering-freundlich. 16mm und 35mm für Kino üblich.
Auf fast jedem Set mit Filmmaterial begegnet Magnetton — besonders im dokumentarischen Bereich oder bei Produktionen, die noch analog drehen. Die Technik nutzt magnetische Induktion: Tonwellen werden in elektrische Signale umgewandelt, die dann auf eine magnetisierte Schicht aufgezeichnet werden. Das kann auf speziellen Magnetbändern geschehen oder direkt auf die Filmstreifen selbst — sogenannte Fullcoat oder Striped Film. Der entscheidende Vorteil gegenüber optischem Ton: Die Aufzeichnung ist verlustfrei, ohne Verschlechterung durch Belichtung, und die Dynamik bleibt erhalten.
In der Praxis bedeutet das am Set konkret: Magnettongeräte — Nagra, Stellavox, später digitale Recorder — liefern eine saubere, unkomprimierte Aufnahme. Im Gegensatz zum optischen Ton, der aufgedruckt werden muss und dabei zwangsläufig Qualität verliert, erfolgt die Speicherung hier rein magnetisch. Das macht Magnetton besonders wertvoll für Synchronisierung und für die spätere Postproduktion. Mehrere Spuren lassen sich parallel aufzeichnen, der Schnitt erfolgt später ohne Tiefpassfilter-Zwang. Besonders im 16mm-Bereich — etwa bei Dokumentationen oder kleineren Produktionen — war Magnetton lange Standard, weil die technische Hürde niedrig liegt und die Qualität stimmt.
Ein praktischer Punkt: Magnetton verlangt sorgfältige Lagerung und sorgfältiges Handling. Magnetisierte Materialien sind anfällig gegenüber Feldverwürfelung und Feuchtigkeitswechsel — Magnetbänder werden kühl und trocken gelagert, nicht neben Sprechfunkgeräten. Beim Schnitt wird mit Kontaktkopien oder bereits digitalisiertem Material gearbeitet; die Originalmagnettons bleiben Archiv. Das Mastering — die Übertragung auf optischen Ton oder später auf DCP — erfolgt aus dieser sauberen, unkomprimierten Quelle. Das ergibt deutlich mehr Spielraum bei EQ und Dynamik-Verarbeitung als beim direkten optischen Original. Viele Archiv- und Restaurierungsprojekte setzen gerade deshalb auf alte Magnetton-Master: Die Quellenqualität ist oft besser als die optischen Kopien, die später entstanden.
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1. Zu welchem Department gehört „Magnetton"?