S35-High-Speed-Cinema-Body von Freefly Systems — 5K bei 600 fps, 4K bei 800 fps. Phantom-Alternative fuer Mid-Budget-Werbung, 2025/26 im Athletic- und Music-Video-Markt etabliert.
Die FREEFLY Ember S5K ist ein High-Speed-Cinema-Body von Freefly Systems — einem Hersteller, der bis dahin vor allem für Gimbals und Drohnen stand. Der Sensor ist ein Super-35-Gpixel-Chip mit Global Shutter und 5120 x 4096 Pixeln. Maximale Bildraten: 5K bei 600 fps, 4K bei 800 fps; mit reduzierter Bildhöhe und Firmware 3.0 liegen die Spitzenwerte darüber (4K knapp 1.000 fps, 2K rund 1.900 fps).
Positionierung
Der Ember zielt in die Lücke zwischen Phantom Flex 4K und den High-Speed-Modi normaler Cine-Bodies. Die Phantom-Klasse liefert Bildraten, die für Wissenschaft und Wildlife unersetzlich sind, ist bei üblichen Werbespot-Budgets aber schwer zu rechtfertigen. Bodies wie die Sony-FX-Reihe liefern High-Speed nur in begrenzten Modi und mit Einbußen. Der Ember sitzt dazwischen: Bildraten, die für 90 Prozent der Werbe-Inserts reichen, zu einem Bruchteil der Phantom-Miete.
Kontinuierliche Aufzeichnung statt RAM-Puffer
Der praktisch wichtigste Unterschied zum Phantom ist nicht die Bildrate, sondern das Aufzeichnungsverfahren. Klassische High-Speed-Kameras schreiben in einen RAM-Puffer, der nach wenigen Sekunden voll ist — danach folgt ein Download-Zyklus, in dem nicht gedreht werden kann. Der Ember schreibt kontinuierlich auf eine interne SSD (4 TB oder 2,56 TB pSLC). Es gibt kein Cliplimit. Am Set ändert das den Rhythmus: die Kamera läuft durch, statt Takes auf den Puffer zu timen.
Bajonett
Das Chassis ist auf Mount-Wechsel ausgelegt. Ab Werk gibt es EF (aktiv, mit Blendensteuerung) und PL, dazu Drittanbieter-Lösungen. EF öffnet den Body für Foto-Glas, PL für den regulären Cine-Fundus eines Verleihs. Wichtig für die Disposition: der Ember ist kein E-Mount-Body — wer ihn neben Sony-Vollformat-Bodies einsetzt, teilt sich die Optiken nicht automatisch, sondern plant zwei Lens-Packages oder adaptiert bewusst.
Auflösung gegen Bildrate
5K Ember gegen 4K Phantom Flex: der Ember löst höher auf, die Phantom-Klasse fährt höhere Spitzenbildraten. Für Werbung, die meist zwischen 240 und 500 fps arbeitet, ist der Auflösungs-Vorsprung im Reframing und Crop mehr wert als eine fps-Spitze, die im Schnitt nie gebraucht wird. Sobald es Richtung 10.000 fps geht — Wissenschaft, Ballistik, Wildlife — bleibt die Phantom-Klasse konkurrenzlos.
Markt 2025/26
Im Athletic-Werbemarkt und bei High-Speed-Inserts in Music-Videos hat sich der Ember in der zweiten Jahreshälfte 2025 als Standard-Body etabliert. Die Tagesmieten lagen 2026 bei etwa 2.500 bis 3.500 EUR und damit deutlich unter der Phantom-Klasse. Preisangaben sind Marktbeobachtung, keine Herstellerangabe.
Verwandte Begriffe
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