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Filmbudget
Produktion

Filmbudget

Film Budgeting
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Kostenplanung vom First AD bis zur DCP — jede Abteilung, jeder Tag, jeder Lagerbestand durchkalkuliert. Ohne realistisches Budget keine Production.

Ein Filmbudget ist die detaillierte finanzielle Roadmap einer Produktion — vom ersten Drehbuchtag bis zur fertigen DCP. Das gesamte Crew-Gefüge hängt daran: Kameradepartment, Gaffer, Grip, Catering, Location Scout, VFX-Supervisor. Jeder Posten muss realistisch beziffert sein, sonst läuft die Produktion nach drei Wochen in eine Kostenfalle. Die große Kunst liegt nicht darin, billig zu planen, sondern ehrlich zu planen.

Die Struktur folgt bewährten Kategorien: oben Above-the-Line (Regie, Drehbuch, Darsteller), darunter Below-the-Line (Crew, Material, Locations). Dann kommt die zeitliche Ebene: Vorbereitung, Drehtage nach Bauplan, Nachdrehs, Post. Jeder Filmtag ist einzeln zu costen — Miete für Kamera und Licht multipliziert mit Tagen, Overnight-Gehälter für Key Positions, Catering pro Kopf pro Tag. Klingt pedantisch, ist aber kein optionales Controlling: ein einzelner VFX-Shot, den der Regisseur drei Tage vor Ende noch verändern will, kann das gesamte Post-Budget zerreißen. Line Producer und UPM (Unit Production Manager) sind dabei die Detektive — sie befragen jeden Department Lead nach realistischen Stundensätzen, Material-Lieferzeiten und Versicherungsrisiken.

Im Mittelbudget-Bereich (1–5 Mio. Euro) ist eine Contingency zwischen 10–20 % einzuplanen. Im Low-Budget-Film ist sie oft nicht vorhanden — dann hängt die Produktion an Improvisation, Tauschangeboten und Volunteer-Stunden. Größere Produktionen bauen einen separaten Visual-Effects-, Musik- und Color-Grading-Pool ein, weil die Post-Phase heute länger dauert als die Drehzeit. Ein echtes Problem entsteht, wenn das Budget nicht zwischen Drehzeitverschleppung und echten zusätzlichen Kosten unterscheidet: Overtime für Crew, Extended Rentals, zusätzliche Versicherungstage.

Budgetarbeit ist iterativ — ein erster Draft wird aufgestellt, der Regisseur meldet drei zusätzliche Locations an, die Kalkulation wird neu aufgesetzt, dann gibt der Financier nur noch 8 % Luft. Dann wird erneut geschnitten. Ein klares Budget — selbst wenn es knapp ist — legt jeden Morgen offen, wofür heute Geld ausgegeben wird und warum.

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Aus dem Filmfarm-Ökosystem

Bildsprache verstehen, Produktionen kalkulieren, Crew vernetzen.

Das Lexikon ist Teil des Filmfarm-Ökosystems — neben Kalkulation (FilmBalance), Branchen-Magazin (FilmCircus) und Crew-Vernetzung (FilmCall, CrewMesh). Eine gemeinsame Begriffswelt für die ganze Produktion.

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