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Felddiagramm
Licht

Felddiagramm

Field Chart
Murnau AI illustration
pole cat light directions light light type angle of light incident light

Darstellung der Lichtverteilung einer Leuchte im Raum: Abstrahlwinkel, Falloff, Hotspot. Damit lassen sich Positionen rechnen, statt sie zu probieren.

Ein Felddiagramm wird gebraucht, wenn eine Leuchte positioniert werden soll, ohne fünfzehn Versuche zu machen. Es zeigt auf einen Blick, wie die Lichtquelle den Raum füllt — wo der intensivste Hotspot sitzt, wie schnell die Intensität abfällt, wo die Ränder verwaschen werden. Das ist Planung statt Rumprobieren.

Das Diagramm funktioniert vereinfacht wie eine Draufsicht oder ein Schnitt: Die Leuchte sitzt im Ursprung, Linien oder Flächengradierungen zeigen die Ausbreitungsrichtung und Helligkeitsabstufungen. Manche sind polar (Halbkreis oder Vollkreis), andere kartesisch (rechteckig). Für Reflektoren, Spotlights oder spezialisierte Leuchten wie Fresnels liefert der Hersteller oft solche Charts mit. Bei modernen LED-Spots findet sich die Info im Datenblatt oder in der Software zur Leuchtenkonfiguration. Abzulesen sind: Abstrahlwinkel (wie breit wird's?), Feldwinkel (wo verliert sich die Helligkeit auf 50%?), Falloff-Kurve (wie schnell wird's dunkel?), und wo genau der Hotspot im Verhältnis zum geometrischen Zentrum sitzt.

Am Set lässt sich das so nutzen: Bei einer schwierigen Ausleuchtung — etwa wenn eine Wand gleichmäßig getroffen werden muss, dahinter aber Dunkelheit bleiben soll — ersetzt das Felddiagramm das ständige Verschieben und Nachmessen. Aus dem Diagramm ist sofort ersichtlich, ob ein bestimmter Abstrahlwinkel reicht oder ob abgeblendet, ein Snooted Reflektor gewählt oder umgeschwenkt werden muss. Das spart Zeit und reduziert Fehler. Besonders relevant bei Depth-of-Field-Shots oder bei stark begrenztem Platz — etwa im engen Hotelzimmer.

Ein häufiger Fehler: Anfänger halten die Charts für eine exakte Abbildung der Realität. Das sind sie nicht — Raumreflexionen, Lufttrübung und Oberflächeneigenschaften spielen hinein. Als Orientierung für die Grobpositionierung sind Felddiagramme dennoch unverzichtbar. Moderne Lichtsimulations-Software (etwa ETC-Tools für komplexe Setups) erstellt diese Charts für beliebige Szenarien. Für dokumentarische oder schnelle Arbeiten reichen die Standard-Charts völlig. Das Felddiagramm ist eine Karte — nicht perfekt, aber besser als keine.

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