The self-imposed rule of shooting an entire film on a single focal length — restriction as a tool to force a consistent, distinctive visual language.
Die meisten Produktionen tragen ein ganzes Set Brennweiten ans Set, um jedes Framing-Problem optimal zu loesen. Manche DPs gehen bewusst den Gegenweg: ein Film, ein Objektiv. Die Beschraenkung ist kein Notbehelf, sondern ein Gestaltungsmittel — sie zwingt zu einer konsistenten Perspektive und macht das Bild auf einen Blick erkennbar.
Warum das funktioniert
Eine feste Brennweite legt das Verhaeltnis von Kamera und Motiv fest: Wer naeher ran will, muss die Kamera bewegen, nicht zoomen. Bei einem Ultraweit (z. B. 10.5mm) heisst das, koerperlich nah an die Figuren zu gehen — der Raum verzerrt, die Naehe wird koerperlich spuerbar. Genau diese erzwungenen Entscheidungen bauen eine eigene Welt auf.
Die Kompromisse
Ein Ultraweit-Single-Lens macht Close-ups zur Herausforderung — die Kamera muss zentimeternah ans Gesicht, mit echtem Kollisionsrisiko bei Bewegung. Lichtsetzung wird schwerer, weil der weite Bildwinkel staendig die Lampen mit einfaengt. Und manche Einstellung, die mit einer laengeren Brennweite trivial waere, muss umgebaut oder geopfert werden. Wer die Regel durchhaelt, tauscht Bequemlichkeit gegen Identitaet.
Einordnung
Der Ein-Objektiv-Dreh ist eine Methodik, kein Geraet — er funktioniert mit jedem Glas, von der Vintage-Festbrennweite bis zur modernen tunebaren Optik. Verwandt mit der Idee, ueber Selbstbeschraenkung (eine Lichtquelle, eine Location, ein Take) zu einer klaren Handschrift zu finden.
Verwandte Begriffe
Quiz
1. Zu welchem Department gehört „Ein-Objektiv-Dreh"?