Tentacle Sync: Kompakte Timecode-Generatoren für präzise Synchronisation von Kameras und Tongeräten ohne Kabel.
Technische Details
Die Tentacle Sync E (aktuelle Generation) misst 68 x 20 x 13 mm bei 18 Gramm Gewicht und arbeitet mit einer internen Temperaturkompensation für Quarzstabilität. Das Gerät generiert LTC (Linear Timecode) und synct sich über Bluetooth mit der dazugehörigen App. Die Batterie hält bis zu 35 Stunden, die interne Uhr läuft bis zu 5 Tage präzise ohne externe Stromversorgung. Anschlüsse erfolgen über 3,5mm Klinke, optional mit BNC-Adapter für professionelle Kameras. Die Tentacle Sync Studio Software unterstützt alle gängigen NLE-Formate (Final Cut Pro XML, Avid, Premiere Pro, DaVinci Resolve).
Geschichte & Entwicklung
2012 von Ulrich Voigt in Hamburg gegründet, brachte Tentacle Sync 2014 den ersten Tentacle Sync Original auf den Markt. Das Unternehmen erkannte die Marktlücke zwischen teuren professionellen Timecode-Systemen (ab 3.000 Euro) und den Synchronisationsproblemen bei DSLR-Produktionen. 2017 folgte die Tentacle Sync E mit verbesserter App-Integration, 2020 die Track E für reine Audio-Synchronisation.
Praxiseinsatz im Film
Bei Multi-Kamera-Produktionen wie "4 Blocks" (TNT Serie) ermöglichte Tentacle Sync die präzise Synchronisation von bis zu acht Kameras mit separater Tonaufnahme. Dokumentarfilmer nutzen die Geräte für lange Interviews ohne Kabelverbindung zwischen Kamera und Tonangel. Bei Musikvideos synchronisiert das System Playback-Aufnahmen frame-genau mit mehreren Kameraperspektiven. Die automatische Synchronisation in der Post-Production reduziert den Schnittaufwand erheblich – statt manueller Wellenform-Synchronisation erfolgt die Zuordnung per Software-Automatik.
Vergleich & Alternativen
Tentacle Sync positioniert sich zwischen Consumer-Lösungen wie PluralEyes (reine Software-Synchronisation über Audio-Wellenformen) und professionellen Systemen wie Ambient Lockit (ab 1.500 Euro pro Gerät). Moderne Kameras mit integriertem Timecode (RED, ARRI Alexa) machen externe Timecode-Generatoren überflüssig, bei DSLR- und Mirrorless-Produktionen bleibt Tentacle Sync Standard. Zoom F-Serie Recorder bieten integrierte Timecode-Generierung, erreichen aber nicht die Kompaktheit der Tentacle-Geräte.