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Teleprompter
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Teleprompter

on set previsprevisphoto pantomime · 3 Verwandte Begriffe
Murnau AI illustration
on set previs previs photo pantomime

Spiegelsystem, das den Text vor der Kamera auf einer Glasplatte zeigt — Talent liest aus der Optik heraus, Blick bleibt zur Linse. Standard bei Interviews, Nachrichten, Moderationen.

Du kennst das: Der Schauspieler oder Moderator schaut direkt in die Kamera, aber woher kommt der Text? Ein Teleprompter ist eine optische Konstruktion aus Spiegel und Display — meist ein Monitor oder Tablet — die den Text auf einer halbdurchlässigen Glasplatte reflektiert, die vor der Linse angebracht ist. Das Licht vom Text gelangt ins Auge des Talents, während die Kamera durch die Glasplatte hindurch filmt. Der Blick bleibt auf der optischen Achse, die Illusion der direkten Ansprache entsteht nahtlos.

Am Set funktioniert das so: Der Text läuft auf einem Laptop oder iPad, ein technischer Assistent steuert das Tempo — nicht die Maschine, sondern immer ein Mensch, der liest, wie das Talent spricht. Zu schnell, und der Schauspieler verliert den Faden; zu langsam, wirkt es gekünstelt. Bei langen Takes brauchst du Geduld und einen Operator mit Gefühl. Der Spiegel selbst muss vor jeder Einstellung präzise ausgerichtet werden — sitzt er drei Zentimeter schief, liest dein Talent vorbei, und die ganze Illusion bricht. Gleichzeitig musst du sicherstellen, dass keine Lichtreflexionen vom Glas in dein Bild wandern; desofern: Anti-Reflex-Beschichtung oder matter Surface sind Standard.

Wo wird es kritisch? Bei extremen Brennweiten — sehr weite oder sehr enge Objektive — verschärft sich das Abbildungsproblem. Bei Nahaufnahmen kann das Talent den Text nicht gleichmäßig lesen, die Augen tanzen. Auch unter hartem Gegenlicht wird die Lesbarkeit auf dem Prompt-Monitor schwierig. Viele DoPs kombinieren den Teleprompter daher mit klassischem Lernen des Textes — der Prompt ist Sicherheitsnetz, nicht Krücke. Das sieht man: Talente, die wirklich lernen, wirken präsenter, flexibler, die Augen sind lebendiger.

In der Dokumentation oder bei authentischeren Spielszenen wird der Teleprompter bewusst vermieden — das Publikum spürt die Maschine. Bei Nachrichten, Werbefilmen, Erklärvideos ist er unverzichtbar. Wichtig: Schrift groß halten, kurze Zeilen, klare Satzstrukturen. Ein Teleprompter-Skript sieht anders aus als ein Buch — Pausen sind eingeplant, Atemzüge berücksichtigt. Ohne diesen Rhythmus wirkt es gehetzt oder tödlich monoton.

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