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Teaser
Produktion

Teaser

horror comedy · 1 verwandte Begriffe
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horror comedy

Kurze Werbeasset (15–30 Sekunden) — Appetizer ohne Plot-Spoiler, zeigt nur Stimmung, Logo, Tagline. Wirbt für den Trailer, nicht den Film selbst.

Du zeigst einem Zuschauer 15, maximal 30 Sekunden — und der soll danach wissen wollen, dass es einen Trailer gibt. Nicht, dass es einen Film gibt. Das ist der Teaser. Ein Appetizer ohne Geschichte, ohne Namen der Hauptdarsteller, ohne eine einzige Plot-Information. Reine Stimmung, ein Sound-Logo vielleicht, die Produktionsfirma, ein Tagline. Fertig. Beim Teaser geht es nicht um den Film selbst — es geht darum, dass das Publikum später den richtigen Trailer anschauen will.

Am Set bedeutet das: Teaser-Aufnahmen sind oft Schmuckshots, die du parallel zur Trailer-Produktion sammelst. Eine Hand, die etwas Glänzendes berührt. Ein Blick in die Kamera. Ein Symbol, eine Farbe, eine Textur — ohne Kontext. Beim Superhelden-Film kann das eine fragmentierte Rüstung sein, beim Horror-Film eine Tür, die sich langsam öffnet. Die DP konzentriert sich hier auf visuelles Storytelling — Bewegung, Licht, Schnitt — weil die Tonebene oft nur aus Musik, vielleicht einem Schrei, einem Wort besteht. Keine Dialoge, die erklären würden.

In der Postproduktion läuft Teaser-Schnitt parallel oder sogar vor dem Trailer-Schnitt. Du brauchst weniger Material, kannst aber bewusster schneiden — jeder Frame muss wirken. Color-Grading ist aggressiv, scharf, stimmungsgeladen. Sound Design trägt stark — denn ohne Dialog ist das akustische Bild dein einziger Erzähler neben dem Visuellen. Der Teaser läuft auf Social Media, in Kinos vor anderen Filmen, manchmal überraschend ohne Ankündigung ("mystery teaser"). Das unterscheidet ihn vom klassischen Trailer, der bereits Exposition bietet.

Praktisch: Wenn dein Production Designer und dein Director of Photography eng zusammenarbeiten, könnt ihr Teaser-Momente während regulärer Dreharbeiten einfangen — eine zusätzliche Take, ein anderer Winkel. Das erspart teure Reshoots. Der Teaser funktioniert am besten, wenn er visuell so prägnant ist, dass er auch ohne Ton funktioniert. Denk an die Komposition, nicht an die Story. Das macht ihn wiedererkennbar, teilbar und unvergesslich — was genau das Ziel ist: den Zuschauer neugierig machen, nicht informieren.

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