Klassische Bausch & Lomb Objektivserie aus den 1940ern mit warmer Farbwiedergabe — heute beliebte Vintage-Optiken für Spielfilme.
Brennweiten
| 20 | 25 | 35 | 50 | 75 | 100 | 152 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| f/2.3 | f/2 | f/2.3 | f/2 | f/2 | f/2 | f/2.8 |
| 0,45m | 0,45m | 0,45m | 0,60m | 0,75m | 0,90m | 1,50m |
| 1,3kg | 1,2kg | 1,4kg | 1,5kg | 1,8kg | 2,2kg | 2,8kg |
| 67 | 67 | 67 | 67 | 67 | 67 | 67 |
| 56° | 48° | 35° | 26° | 18° | 14° | 9° |
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Arri-Standard/BNC · S35 · 14 Lamellen · Gauss-Design
Technische Details
Die Serie umfasst sieben Brennweiten von 20mm bis 152mm mit Lichtstärken von f/2 bis f/2.8. Alle Objektive verfügen über einen 14-blättrigen Blendenring für rundes Bokeh. Das optische Design basiert auf einer modifizierten Gauss-Konstruktion mit 6-8 Linsenelementen in 4-5 Gruppen. Der einheitliche 67mm-Filterdurchmesser ermöglicht schnelle Objektivwechsel. Ursprünglich mit C-Mount, später Arri-Standard und BNC-Mount.
Geschichte & Entwicklung
Bausch & Lomb entwickelte die Super Baltars 1938 als Antwort auf die gestiegenen Anforderungen der Technicolor-Produktion, die lichtstarke Objektive erforderte. Die erste Serienproduktion begann 1940, bis 1970 entstanden etwa 8.000 Exemplare. ASC-Kameramann George Folsey bestimmte die optischen Spezifikationen. 1965 übernahm Bausch & Lomb die Produktion komplett, nachdem zunächst nur das optische Design geliefert wurde.
Praxiseinsatz im Film
Cinematographer Gregg Toland nutzte Super Baltars für "Citizen Kane" (1941), um die charakteristische Tiefenschärfe bei schwachem Licht zu erreichen. Stanley Kubrick setzte sie in "Barry Lyndon" (1975) für Kerzenlichtszenen ein, da ihre Lichtstärke natürliche Beleuchtung ermöglichte. Der warme, leicht unscharfe Look machte sie zur ersten Wahl für Porträts und Nahaufnahmen in Hollywood-Produktionen der 1950er und 60er Jahre. Ihre mechanische Robustheit bewährte sich bei Außendrehs unter extremen Bedingungen.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu den schärferen Cooke Speed Panchros liefern Super Baltars einen deutlich weicheren, filmischeren Look mit stärkerem Flare. Moderne Zeiss Master Primes übertreffen sie technisch, können aber den charakteristischen Vintage-Look nicht reproduzieren. Panavision Primo Lenses bieten ähnliche Lichtstärke bei höherer Schärfe, während die Leica Summilux-C Serie den Super Baltar-Look digital zu emulieren versucht. Heute werden originale Super Baltars hauptsächlich für Period Pieces und Projekte eingesetzt, die bewusst einen klassischen Filmlook anstreben.