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Rocky Mountain Bein
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Rocky Mountain Bein

Rocky Mountain Leg
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Murnau AI illustration
color temperature flow roll take

Höhenverstellbares Stativbein mit mehreren Teleskopsegmenten — ermöglicht extreme Höhenunterschiede bei C-Stands.

Technische Details

Jedes Rocky Mountain Bein verfügt über drei Teleskopsegmente mit Schnellverschluss-Mechanismus und rutschfesten Gummifüßen mit auswechselbaren Stahlspikes für Außendrehs. Die Verriegelung erfolgt über gehärtete Stahlklemmen mit einem Anzugsdrehmoment von 25 Nm. Standard-Durchmesser betragen 38mm (oberes Segment), 32mm (mittleres) und 28mm (unteres Segment). Die Beine lassen sich in 15-Grad-Schritten zwischen 25 und 85 Grad neigen, wobei ein integrierter Winkelmesser die exakte Positionierung ermöglicht.

Geschichte & Entwicklung

Entwickelt wurde das Rocky Mountain Bein 1987 von der kalifornischen Firma Mountain West Industries für die Produktion von "Young Guns", wo extreme Höhenunterschiede in der Westernlandschaft eine flexible Leuchtenmontage erforderten. 1994 übernahm Matthews Studio Equipment die Produktion und verbesserte die Klemmmechanik. Die aktuelle Generation IV von 2019 integriert Carbon-Fiber-Verstärkungen und reduzierte das Gewicht um 23 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Mad Max: Fury Road" (2015) ermöglichten Rocky Mountain Beine die Positionierung von 18K HMI-Scheinwerfern auf unebenen Wüstenterrain in Höhen bis 3,2 Meter. Cinematographer John Seale nutzte die variable Geometrie für dynamische Lichtführung während der Verfolgungsfahrten. Typischer Workflow: Aufbau durch zwei Beleuchter in acht Minuten, Justage der Höhe während des Drehs ohne Neupositionierung der Grundkonstruktion. Nachteil ist der erhöhte Transportaufwand durch das sperrige Packmaß von 1,4 Metern.

Vergleich & Alternativen

Anders als Standard-Teleskopbeine erreichen Rocky Mountain Beine extreme Höhen ohne Mittelstange oder Aufbockhilfen. Baby-Stands schaffen maximal 2,1 Meter bei vergleichbarer Tragkraft. Moderne Alternativen wie pneumatische Lifter-Systeme bieten mehr Komfort, kosten jedoch das Dreifache und benötigen Druckluftversorgung. Für Innenaufnahmen unter 2,5 Meter Höhe bleiben klassische C-Stands die wirtschaftlichere Wahl, während Rocky Mountain Beine ihre Stärken bei Außendrehs und extremen Höhenanforderungen ausspielen.

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