Alle beweglichen Gegenstände im Bild außer Kulisse und Kostüm — vom Glas bis zur Waffe. Der Requisiteur sorgt dafür, dass jedes Teil am richtigen Ort liegt und zwischen Einstellungen konsistent bleibt.
Technische Details
Hero Props werden meist in 3-5 identischen Versionen gefertigt, da sie Verschleiß durch mehrere Takes unterliegen. Stunt Props bestehen häufig aus Polyurethanschaum (Dichte 0,3-0,8 g/cm³) oder Balsa-Holz für sichere Action-Sequenzen. Essbare Props verwenden lebensmittelechte Materialien wie Glycerin für Flüssigkeiten oder Methylcellulose für Schleimkonsistenz. Elektronische Props arbeiten meist mit 12V-Systemen und LED-Beleuchtung (2700-5600K Farbtemperatur) für Kamerakompatibilität. Period Props erfordern historisch akkurate Materialien und Fertigungstechniken der jeweiligen Epoche.
Geschichte & Entwicklung
Requisiten entstanden mit dem Theater im antiken Griechenland, wo "Skene" bereits Gegenstände zur Handlungsunterstützung verwendete. 1895 führten die Brüder Lumière erste Filmrequisiten ein - hauptsächlich Alltagsgegenstände. MGM etablierte 1924 die erste Props-Abteilung Hollywoods unter Irving Thalberg. 1977 revolutionierte "Star Wars" den Requisitenbau durch Verwendung von Alltagsgegenständen als futuristische Props - Lukes Lichtschwert basierte auf einem Graflex-Blitzgerät von 1940. Heute ermöglichen 3D-Drucker und CNC-Fräsen präzise Replikation komplexer Gegenstände.
Praxiseinsatz im Film
In "Citizen Kane" (1941) fertigte RKO über 400 Zeitungsexemplare für die Montagesequenz. "Raiders of the Lost Ark" (1981) verwendete 12 identische Goldidole - 8 aus Fiberglas, 4 aus Bronze für Gewichtsszenen. Moderne Produktionen wie "John Wick" (2014) beschäftigen Waffenmeister für authentische Feuerwaffen-Handling. Der Prop Master koordiniert täglich mit Script Supervisor die Kontinuität - Position, Zustand und Verwendung jeder Requisite wird fotografisch dokumentiert. Bei Stunts werden Props 24-48 Stunden vor Drehbeginn sicherheitstechnisch abgenommen.
Vergleich & Alternativen
Set Decoration umfasst unbewegliche Einrichtung, während Props manipulierbare Objekte bezeichnen. Costume Props wie Schmuck oder Uhren gehören zur Garderobe, bleiben aber Props-Verantwortung. Practical Effects verwenden mechanische Props mit Pneumatik oder Pyrotechnik. Digital Props ersetzen zunehmend aufwendige praktische Versionen - Marvel Studios kombiniert seit 2008 praktische Hero Props mit CGI-Erweiterungen für Kosteneinsparung bei Duplikaten.
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