Filmlexikon.
Presseheft
Produktion

Presseheft

Press Kit
Murnau AI illustration

Zusammenstellung aus Synopsis, Stills, Interviews und Produktionsdaten für Journalisten — wird vor Kinostart oder Festivalpremiere verteilt. Grundwerkzeug der Filmkommunikation.

Du sitzt zwei Wochen vor der Berliner Premiere im Produktionsbüro, und die Redaktion braucht Material für die erste Pressemitteilung. Das Presseheft ist exakt dafür da — dein Werkzeug, um Journalisten, Blogger und Festivalkoordinatoren mit allem zu versorgen, was sie brauchen, um über deinen Film zu schreiben, ohne dich selbst fünfzig Mal anrufen zu müssen. Es ist nicht Werbung im klassischen Sinne, sondern strukturierte Information für Medienleute, die selbst entscheiden, was sie daraus machen.

Das Heft beginnt mit einer prägnanten Synopsis — nicht einfach die IMDb-Version, sondern eine, die Spannung aufbaut und die emotionale Essenz transportiert. Dann folgen die Cast- und Crew-Biographien, jeweils lang genug, um Kontext zu geben (Vorfilme, Auszeichnungen), aber kurz genug, um gescannt werden zu können. Das ist kein Datenblatt, sondern eine erzählte Beziehung zwischen Filmemacher und Projekt. Du fügst Production Notes ein — wie ihr die Location gecastet habt, welche Technik ihr verwendet habt, was die kreative Entscheidung hinter einer Szene war. Journalisten lieben das, weil es ihnen Gesprächsstoff gibt, den sie selbst nicht recherchieren müssen.

Die visuellen Assets sind mindestens so wichtig wie der Text: High-Res Still-Bilder (mind. 300 dpi), ein Poster, eventuell Behind-the-Scenes-Fotos. Kinos und Online-Publikationen werden diese Material direkt in ihre Ankündigungen einbauen. Fehlerhafte oder pixelige Bilder landen direkt im Papierkorb, und damit auch dein Film. Moderne Presshefte enthalten auch digitale Assets — Download-Links statt USB-Sticks, weil Journalisten mobil arbeiten. Ein gutes Heft hat Kontaktdaten: Pressekontakt, Verleih, Produktionsfirma, Website des Films.

Der Unterschied zu klassischer Werbung: Das Presseheft stellt Fakten bereit und überlässt die Interpretation dem Journalisten. Ein Rezensent bei der Süddeutschen will nicht verkauft werden — er will eine gute Story zum Schreiben haben. Liefere ihm das, und er wird es mögen. Ein schlechtes Presseheft (unvollständig, mit Schreibfehlern, vagen Daten) signalisiert, dass du dich selbst nicht ernst nimmst. In der Praxis ist das Presseheft oft der erste Eindruck, den etablierte Medienleute von deinem Projekt bekommen. Mach ihn zählbar.

Aus dem Filmfarm-Ökosystem

Bildsprache verstehen, Equipment finden, Crew vernetzen.

Das Lexikon ist eine von sieben Komponenten von Filmfarm. Equipment-Picker (FilmBalance), Term-Auto-Linker (FilmCircus), Curator-Validation (Admin-Cockpit) — alle greifen auf dieselben Begriffe zu via mcp.thefilmradar.com.

FilmFarm FilmBalance FilmCircus FilmLab FilmRadar FilmNumbers FilmPulse