Fresnel-Aufsatz für ARRI Orbiter — ermöglicht stufenlose Fokussierung von Spot bis Flood mit scharfen Schatten.
Technische Details
Das System arbeitet mit RGBW-LEDs und erreicht eine Farbtemperatur von 2.700K bis 6.500K bei einem CRI-Wert von >95. Die 6-Zoll-Fresnel-Linse ist stufenlos fokussierbar und ermöglicht weiche Flood- und scharfe Spot-Einstellungen. Der Orbiter Fresnel wiegt 7,8 kg, misst 320mm im Durchmesser und wird über DMX-512, App oder manuelle Bedienung gesteuert. Die Kühlung erfolgt über temperaturgeregelten Lüfter, der bei geringer Leistung nahezu geräuschlos arbeitet.
Geschichte & Entwicklung
DeSisti führte den Orbiter 2018 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach vielseitigen LED-Lösungen ein, die traditionelle Tungsten-Scheinwerfer ersetzen können. Das Unternehmen entwickelte das modulare Orbiter-System mit austauschbaren Lichtformern, wobei die Fresnel-Version eine der ersten Varianten war. 2020 folgte eine überarbeitete Version mit verbesserter App-Steuerung und erhöhter Lichtausbeute.
Praxiseinsatz im Film
Der Orbiter Fresnel eignet sich besonders für Innenaufnahmen, bei denen schnelle Farbtemperatur-Wechsel ohne Konversionsfilter erforderlich sind. Kameraleute schätzen die präzise Fokussierbarkeit für selektive Beleuchtung von Gesichtern oder Objekten. Die RGBW-Funktion ermöglicht kreative Farbakzente ohne zusätzliche Farbfolien. Der geräuscharme Betrieb macht ihn ideal für Dialogszenen, während die geringe Wärmeentwicklung längere Beleuchtungszeiten ohne Komfortverlust für Darsteller ermöglicht.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zum Standard-Orbiter mit Reflektor bietet die Fresnel-Version weichere Schatten und gleichmäßigere Lichtverteilung. Konkurrierende Systeme wie der ARRI SkyPanel oder Aputure Nova erfordern separate Fresnel-Adapter. Der Litepanels Gemini ähnelt in der Bauform, bietet jedoch keine austauschbaren Lichtformer. Der Aputure Light Storm 300d mit Fresnel-Aufsatz erreicht nicht die Farbgenauigkeit und Verarbeitungsqualität des Orbiter.
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