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Octabox
Licht · Begriffe

Octabox

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Achteckiger Softbox-Lichtformer, erzeugt natürlich wirkendes, weiches Licht. Beliebter runder Reflex in den Augen.

Technische Details

Octaboxen bestehen aus einem faltbaren Metallrahmen mit acht Speichen, bespannt mit reflektierendem Innenmaterial (meist silber oder weiß) und einer Frontdiffusion aus hitzebeständigem Ripstop-Nylon. Die Lichtverteilung erreicht typischerweise 60° bis 80° Abstrahlwinkel bei einem Lichtverlust von 1,5 bis 2 Blendenstufen gegenüber der offenen Leuchte. Hochwertige Modelle verfügen über doppelte Diffusion (innerer Baffle und Frontdiffusor) und abnehmbare Waben (Honeycomb Grid) zur Lichtbündelung auf 40° bis 50°. Anschlusskits (Speed Rings) ermöglichen die Montage auf verschiedene Leuchtenhersteller wie Arri, Broncolor oder Profoto.

Geschichte & Entwicklung

Die Octabox wurde Ende der 1980er Jahre vom US-amerikanischen Hersteller Photoflex entwickelt, ursprünglich für die Portraitfotografie. 1992 führte Chimera die erste professionelle Filmversion mit verstärktem Rahmen für Tungsten-Leuchten ein. Mit dem Aufkommen von LED-Panels ab 2008 entstanden leichtere Varianten mit reduzierter Hitzeentwicklung. Moderne Octaboxen nutzen Quick-Setup-Systeme mit Glasfaser-Speichen, die den Aufbau von 10 Minuten auf unter 2 Minuten verkürzen.

Praxiseinsatz im Film

In "Her" (2013) nutzte Kameramann Hoyte van Hoytema große Octaboxen als Hauptlicht für Joaquin Phoenix, um dessen Gesicht weich und natürlich auszuleuchten. Typischer Workflow: Positionierung im 45°-Winkel zur Kamera als Key Light, kombiniert mit einem Fill Light aus kleinerer Softbox oder Reflektor. Vorteil gegenüber Rechteck-Softboxen: natürlichere Catchlights und gleichmäßigere Lichtverteilung bei Close-ups. Nachteil: sperrige Bauform erschwert die Positionierung in engen Sets, längere Aufbauzeit als bei Strip-Lights oder Fresnels.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber rechteckigen Softboxen erzeugt die Octabox rundere Catchlights und weichere Übergänge zwischen Licht und Schatten. Strip-Softboxen eignen sich besser für Ganzkörper-Ausleuchtung, während Octaboxen bei Portraits und Medium Shots punkten. Parabolic Softboxen bieten noch gleichmäßigere Lichtverteilung, sind aber teurer und schwerer. LED-Panels mit Softbox-Aufsatz ersetzen zunehmend traditionelle Octaboxen bei dokumentarischen Drehs, erreichen aber nicht deren Lichtleistung bei Spielfilmproduktionen.

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