Lichtstarkes Nikon-Teleobjektiv für Porträts — die 85mm-Brennweite erzeugt schmeichelhafte Proportionen und natürlichen Hintergrund-Bokeh.
Technische Details
Das aktuelle Nikkor Z 85mm f/1.4 S verfügt über 12 Linsenelemente in 8 Gruppen, darunter zwei ED-Gläser und eine Nano Crystal Coat Vergütung. Der Fokussierbereich reicht von 80cm bis unendlich bei einem Filtergewinde von 77mm. Die F-Mount Variante AF-S 85mm f/1.4G arbeitet mit Silent Wave Motor und 9 Blendenlamellen für kreisrunde Bokeh-Qualität. Beide Versionen erreichen eine Naheinstellgrenze von 85cm und bieten einen Abbildungsmaßstab von 1:8,5. Die Lichtstärke von f/1.4 ermöglicht eine Schärfentiefe von wenigen Zentimetern bei Portraitaufnahmen.
Geschichte & Entwicklung
Nikon stellte 1964 das erste Nikkor 85mm f/1.8 vor, gefolgt 1977 vom ersten f/1.4 Modell für das F-Mount System. Die AF-Version debütierte 1988 als AF 85mm f/1.4 IF, während die professionelle AF-S Variante 2010 auf den Markt kam. 2020 erweiterte Nikon die Palette um das Z-Mount Nikkor Z 85mm f/1.4 S für spiegellose Vollformatkameras. Jede Generation verbesserte die optische Leistung durch modernere Glastypen und Vergütungen.
Praxiseinsatz im Film
Cinematographen nutzen das 85mm f/1.4 primär für Portraitsequenzen und emotionale Close-ups, da die Brennweite natürliche Gesichtsproportionen ohne Weitwinkelverzerrung liefert. Die extreme Lichtstärke erlaubt Dreharbeiten bei Available Light ohne zusätzliche Beleuchtung. Roger Deakins setzte ähnliche 85mm Optiken in "Blade Runner 2049" für intime Charaktermomente ein. Die geringe Schärfentiefe isoliert Protagonisten vom Hintergrund und lenkt die Aufmerksamkeit gezielt. Bei f/1.4 entstehen charakteristische Bokeh-Kreise aus Punktlichtquellen, die atmosphärische Stimmungen verstärken.
Vergleich & Alternativen
Konkurrierende 85mm f/1.4 Objektive stammen von Canon (RF 85mm f/1.2), Sony (FE 85mm f/1.4 GM) und Zeiss (Planar T* 85mm f/1.4). Das Nikkor Z-Mount Modell übertrifft ältere F-Mount Versionen in Schärfeleistung und Autofokusgeschwindigkeit. Sigma und Tamron bieten kostengünstige f/1.4 Alternativen mit ähnlicher optischer Qualität. Für Kinoproduktionen konkurriert das Nikkor mit Zeiss CP.3 85mm T2.1, das durch Cine-spezifische Eigenschaften wie einheitliche Frontdurchmesser und Zahnkränze punktet.