Filmlexikon.
Location-Based Entertainment
Produktion

Location-Based Entertainment

location scoutlocationlocation manager · 3 Verwandte Begriffe
Murnau AI illustration
location scout location location manager

Immersive Erlebniswelten mit filmischer Technologie — VR-Parkours, filmset-artige Installationen, Live-Action-Attraktionen. Hybrid aus Kino, Theme Park, Gamification.

Wenn du an einer Produktion arbeitest, die über die klassische Leinwand hinauswächst — wenn also Szenografie, Sound Design und narrative Struktur in einen begehbaren Raum übersetzt werden — landest du schnell bei Location-Based Entertainment. Das ist weder reine Architektur noch Film noch Vergnügungspark, sondern ein Hybrid, der filmische Erzähltechniken nutzt, um Menschen physisch in eine Geschichte hineinzuziehen.

Am Set funktioniert das so: Du planst nicht nur Kamera-Positionen und Beleuchtung, sondern designst den Raum selbst als Medium. VR-Parkours etwa verbinden Motion-Capture-Technologie mit räumlichen Installationen — der Zuschauer wird zur agierenden Person. Das erfordert andere Überlegungen als Kinoproduktion: Sichtlinien sind nicht linear, der Schnitt entfällt zugunsten von Real-Time-Rendering, Dramaturgische Spannung entsteht durch Bewegungsfreiheit statt durch Montage. Du musst denken wie ein Game-Designer UND wie ein DP: Wie lenke ich den Blick ohne Schnitt? Wo setze ich Licht, um eine Wegroute zu suggerieren?

Praktisch heißt das: Filmset-artige Installationen — etwa in Museen oder Themenparks — nutzen bewährte Produktions-Techniken. High-End-Projektion, LED-Wände, räumlicher Sound (nicht Stereo, sondern echte 360°-Mischung) schaffen das Illusions-Kontinuum. Der Unterschied zur klassischen Ausstellung liegt in der cineastischen Präzision: Farbtemperatur, Fokus, Kontrast werden nicht nachlässig behandelt, sondern mit demselben Rigor wie bei einer Kinofilm-Produktion. Manche dieser Projekte brauchen sogar mehr Sorgfalt, weil die Zuschauer die Szene aus verschiedenen Distanzen erleben.

Gamification — also spielerische Elemente in ernsthafte Narrative — ist der Dreh- und Angelpunkt: Zuschauer treffen Entscheidungen, beeinflussen die Geschichte. Das verlangt vom Produktions-Team modulares Denken. Du drehst nicht eine lineare Szene, sondern mehrere Varianten, die je nach User-Verhalten abgerufen werden. Das ist narratives Branching auf der physischen Ebene.

Für dich als Kameramann oder Produktionist relevant: Diese Projekte benötigen intensive Vorproduktion und Technik-Scouting, weil Fehler in der räumlichen Dramaturgie nicht im Schnitt zu retten sind. Cross-funktionale Teams — Architekten, Techniker, Narratologen — sind Standard. Und: Die Qualität der Ausführung bestimmt, ob es Immersion wird oder nur teuer aussehende Deko.

Im Lexikon weiter

Verwandte Begriffe

Fehler melden
Eintrag

Nur für eventuelle Rückfragen. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Aus dem Filmfarm-Ökosystem

Bildsprache verstehen, Produktionen kalkulieren, Crew vernetzen.

Das Lexikon ist Teil des Filmfarm-Ökosystems — neben Kalkulation (FilmBalance), Branchen-Magazin (FilmCircus) und Crew-Vernetzung (FilmCall, CrewMesh). Eine gemeinsame Begriffswelt für die ganze Produktion.

FilmFarm FilmRadarBald verfügbarFilmPulseBald verfügbarFilmNumbersBald verfügbarFilmCapitalBald verfügbarFilmLabBald verfügbarFilmBalanceBald verfügbarFilmCircusBald verfügbar