LiteMat 1: Kompakte 11x11 Zoll LED-Matte von LiteGear für mobiles, weiches Licht mit geringem Stromverbrauch.
Technische Details
Das LiteMat 1 arbeitet mit 144 einzelnen LED-Chips auf einer Aluminiumplatine und erreicht einen Abstrahlwinkel von 120 Grad. Die Stromaufnahme beträgt maximal 45 Watt bei 12-30V DC-Versorgung, wahlweise über V-Mount-Akku oder Netzteil. Das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium misst nur 2,5 cm in der Tiefe und erreicht die Schutzklasse IP54. Über DMX-Steuerung lässt sich die Lichtintensität stufenlos von 0-100% regeln. Zusätzliche Varianten umfassen das LiteMat Plus mit erweiterten Steuerungsoptionen und das LiteMat 2L in doppelter Länge.
Geschichte & Entwicklung
LiteGear führte das LiteMat 1 im Jahr 2013 als eine der ersten professionellen LED-Flächenleuchten für die Filmbranche ein. Entwickelt wurde es vom Gründer Bill Welch als Antwort auf die Nachfrage nach kompakten, batteriebetriebenen Leuchtmitteln für ENG-Productions. 2015 folgte die Integration von Bi-Color-LEDs, 2018 die RGBW-Variante LiteMat Spectrum. Das System etablierte sich schnell als Standard für mobile Produktionen und Dokumentarfilme.
Praxiseinsatz im Film
Das LiteMat 1 dient primär als weiches Aufhelllicht (Fill Light) oder zur Ausleuchtung enger Räume. Bei der Netflix-Serie "Ozark" verwendete Kameramann Armando Salas LiteMats systematisch zur Gesichtsaufhellung in Autointerieurs. Die flache Bauform ermöglicht das Verstecken hinter Spiegeln oder unter Tischen für unsichtbare Lichtquellen. Dokumentarfilmer schätzen die geringe Wärmeentwicklung bei Interviews und die Möglichkeit des Akkubetriebs für Location-Drehs ohne Stromanschluss. Nachteile sind die begrenzte Lichtleistung für große Räume und fehlende Fokussierbarkeit.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu traditionellen Fresnel-Scheinwerfern erzeugt das LiteMat 1 ausschließlich weiches, diffuses Licht ohne Fokussierungsmöglichkeit. Moderne Alternativen wie das Aputure Nova P300c bieten höhere Lichtausbeute (3000 Lux) und Vollfarb-LEDs, kosten jedoch das Dreifache. Das kleinere LiteMat 2 (15 × 30 cm) eignet sich für noch kompaktere Setups, während das LiteMat 4 (60 × 60 cm) dreimal mehr Lichtleistung liefert. Für reine Tageslichtanwendungen bleibt das LiteMat 1 durch sein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und die robuste Verarbeitung erste Wahl.
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