Leica Thalia: Moderne Cine-Objektive mit gleichmäßiger T-Blende — für konsistente Belichtung und präzise Fokusführung.
Technische Details
Brennweiten
| 24 | 30 | 35 | 45 | 65 | 90 | 135 | 180 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T2.9 | T2.9 | T2.9 | T2.9 | T2.9 | T2.9 | T2.9 | T2.9 |
| 0,45m | 0,50m | 0,50m | 0,55m | 0,70m | 0,90m | 1,10m | 1,40m |
| 2,80kg | 2,90kg | 3,00kg | 3,10kg | 3,40kg | 3,70kg | 4,00kg | 4,20kg |
| 95 | 95 | 95 | 95 | 95 | 95 | 95 | 95 |
| 108° | 90° | 80° | 64° | 48° | 34° | 24° | 17° |
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PL · 95mm Front · 270° Fokus · 1.8x Squeeze · Large Format (46mm) · Horizontal Flares
Geschichte & Entwicklung
Leica präsentierte die Thalia-Serie 2016 auf der NAB in Las Vegas als ersten Einstieg des traditionsreichen Fotoobjektiv-Herstellers in den professionellen Kinemarkt. Die Entwicklung erfolgte über drei Jahre in Zusammenarbeit mit Vantage Film, einem etablierten Spezialhersteller für anamorphe Optiken. 2018 erweiterte Leica das System um die längeren Brennweiten 135mm und 180mm. Die Serie entstand als Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach erschwinglichen Anamorphic-Objektiven jenseits der hochpreisigen Hawk- oder Cooke-Optiken.
Praxiseinsatz im Film
Die Thalia-Objektive kommen hauptsächlich in Independent-Produktionen und mittleren Budgetklassen zum Einsatz, wo das klassische Anamorphic-Look gefragt ist. Cinematographer Bradford Young verwendete die Serie für Episoden der Netflix-Serie "When They See Us" (2019). Die Objektive eignen sich besonders für Handheld-Arbeiten durch ihre kompakte Bauweise und geringe chromatische Aberration. Der warme, organische Look mit dezenten Verzerrungen an den Bildrändern unterscheidet sich deutlich von den sterilen sphärischen Alternativen und verleiht Bildern eine kinematographische Tiefe.
Vergleich & Alternativen
Die Thalia-Serie positioniert sich preislich zwischen günstigen Anamorphic-Adaptern wie dem SLR Magic Anamorphot und High-End-Serien wie Panavision G-Series oder ARRI Master Anamorphic. Im Vergleich zu Cooke Anamorphic/i bieten die Leicas weniger Kontrast, dafür wärmere Hauttöne. Als moderne Alternative etablierten sich Atlas Orion Anamorphics mit ähnlicher Preisklasse, jedoch aggressiveren Flares. Für Produktionen mit begrenztem Budget, die dennoch echtes Anamorphic-Rendering benötigen, stellen die Thalias oft den optimalen Kompromiss zwischen Bildqualität und Verfügbarkeit dar.
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