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L-Mount
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L-Mount

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Objektivbajonett von Leica, Panasonic und Sigma — 51,6mm Durchmesser mit kurzem Auflagemaß für Vollformat und APS-C.

Technische Details

Das L-Mount arbeitet mit einem Bajonettdurchmesser von 51,6 mm bei einem Auflagemaß von nur 20 mm, was einen großen Spielraum für die Objektivkonstruktion ermöglicht. Die elf Kontakte übertragen digitale Signale mit einer Übertragungsrate von bis zu 480 Mbit/s für schnelle Autofokus-Kommunikation. Das System unterstützt Objektive mit Lichtstärken bis f/0.95 und ermöglicht durch das kurze Auflagemaß die Adaptation nahezu aller anderen Objektivsysteme über entsprechende Adapter. Der Bajonettanschluss besteht aus gehärtetem Edelstahl und ist für über 100.000 Objektivwechsel ausgelegt.

Geschichte & Entwicklung

Leica führte das L-Mount 2014 mit der Leica T (später umbenannt in Leica TL) ein, zunächst für APS-C-Sensoren. 2018 erweiterte Leica das System auf Vollformat mit der Leica SL. Im September 2018 gründeten Leica, Panasonic und Sigma die L-Mount Alliance, um das System gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. Panasonic brachte 2019 die Lumix S1 und S1R auf den Markt, Sigma folgte 2019 mit der fp. Diese Kooperation machte das L-Mount zu einem der wenigen herstellerübergreifenden Objektivstandards in der Fotografie.

Praxiseinsatz im Film

Panasonic Lumix S1H-Kameras mit L-Mount kamen in Produktionen wie "The Mandalorian" (2019) für spezielle Aufnahmen zum Einsatz, da sie 6K-Videoaufzeichnung bei kompakter Bauweise bieten. Die Sigma fp wird aufgrund ihrer minimalen Abmessungen (112,6 × 69,9 × 45,3 mm) häufig für Gimbal-Aufnahmen und in beengten Räumen verwendet. Das kurze Auflagemaß ermöglicht die Nutzung von Vintage-Objektiven mit Adaptern, wodurch Kameraleute klassische Bokeh-Charakteristiken moderner digitaler Sensortechnik zuführen können. Die schnelle Datenübertragung zwischen nativen L-Mount-Objektiven sorgt für präzisen Autofokus auch bei Videoaufnahmen mit 60p.

Vergleich & Alternativen

Im Vergleich zum Canon RF-Mount (54 mm Durchmesser, 20 mm Auflagemaß) bietet das L-Mount einen etwas kleineren Durchmesser, aber identisches Auflagemaß. Sony E-Mount arbeitet mit 46,1 mm Durchmesser und 18 mm Auflagemaß, wodurch L-Mount-Objektive grundsätzlich größere maximale Blendenöffnungen realisieren können. Die herstellerübergreifende Kompatibilität unterscheidet das L-Mount von proprietären Systemen wie Canon RF oder Nikon Z. Während Micro Four Thirds auf kleinere Sensoren setzt, konkurriert das L-Mount direkt mit anderen Vollformat-Systemen, bietet aber durch die Alliance-Partner die größte native Objektivauswahl außerhalb des Sony E-Mount-Systems.

Aktuelles

Blackmagic hat mit der Beta-Firmware 10.0.3 RC1 Phase Detection Autofocus (PDAF) für die PYXIS 6K und Cinema Camera 6K eingeführt. Das Update unterstützt speziell L-Mount-Objektive mit linearem Fokus, wodurch die Fokusgeschwindigkeit und -stabilität deutlich verbessert wird. L-Mount-Objektive bieten dabei bessere Performance als EF-Mount-Varianten, erfordern allerdings entsprechende Firmware-Updates der Objektive.

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