Objektiv-Kooperation zwischen Hasselblad und Carl Zeiss — hochwertige Mittelformat-Optiken mit T*-Vergütung.
Technische Details
Die Hasselblad 500-Serie nutzt Zeiss Planar-, Distagon- und Sonnar-Objektive mit Brennweiten von 30mm bis 500mm und maximalen Blendenöffnungen von f/2.8 bis f/5.6. Der zentrale Verschluss im Objektiv ermöglicht Blitzsynchronisation bei allen Verschlusszeiten von 1 Sekunde bis 1/500s. Das Wechselmagazin-System fasst 12 oder 24 Aufnahmen bei 220er Film, während der Lichtschachtsucher und Prismensucher austauschbar sind. Die neueren H-System-Kameras arbeiten mit Autofokus und bieten ISO-Empfindlichkeiten bis 6400.
Geschichte & Entwicklung
1957 führte Hasselblad die 1000F mit Zeiss-Objektiven ein, 1970 folgte die legendäre 500C/M, die bis 2013 nahezu unverändert produziert wurde. Apollo 11 transportierte 1969 zwölf modifizierte Hasselblad-Kameras zum Mond, wodurch die Marke Kultstatus erreichte. 2002 markierte die H1D den Übergang zur digitalen Mittelformat-Ära. Heute bietet die X2D-Serie 102-Megapixel-Sensoren bei Preisen ab 8.200 Euro.
Praxiseinsatz im Film
Stanley Kubrick verwendete Hasselblad-Kameras für Standfotos zu "2001: Odyssee im Weltraum" (1968) und "Barry Lyndon" (1975). Terrence Malick setzt Hasselblad-Systeme für Produktionsstills ein, die später als Storyboard-Referenzen dienen. In der Werbefotografie am Set liefern die Kameras Referenzbilder für Colorgrading und Continuity. Der modulare Aufbau erlaubt schnellen Objektivwechsel zwischen Takes, während die geräuscharme Arbeitsweise Tonaufnahmen nicht stört.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber 35mm-Kameras wie Leica bietet Hasselblad die vierfache Negativfläche bei geringerer Schärfentiefe. Fujifilm GFX-Systeme kosten 40% weniger, erreichen aber nicht die Zeiss-Objektivqualität. Phase One-Systeme übertreffen Hasselblad bei Auflösung (150 Megapixel), sind jedoch deutlich schwerer. Für Filmproduktionen bleibt Hasselblad Zeiss der Standard für hochwertige Standfotos, während Canon und Sony die bewegte Aufnahme dominieren.