Ultrakompakte LED-Leuchte von Godox mit Akku-Betrieb — handliche Zusatzbeleuchtung für mobile Drehs und Aufheller.
Technische Details
Die UL-Serie umfasst drei Modelle: UL60 (60W, CRI 96+), UL100 (100W, CRI 97+) und UL150 (150W, CRI 96+). Alle Panels arbeiten mit bi-color LEDs im Spektrum von 2800K bis 6500K mit einer Farbgenauigkeit von TLCI 97+. Die Stromversorgung erfolgt über Sony NP-F-Akkus oder externes Netzteil mit DC-Anschluss. Das UL150 erreicht maximal 15.000 Lux bei 0,5m, das UL60 4.500 Lux unter gleichen Bedingungen. Die Panels verfügen über 36 bzw. 60 einzeln steuerbare LED-Chips und lassen sich über Bluetooth-App, DMX512 oder manuelle Bedienelemente steuern.
Geschichte & Entwicklung
Godox führte die UL-Serie 2021 als Reaktion auf den Boom handgeführter Kameras und Content-Creation ein. Das chinesische Unternehmen, 2009 gegründet, hatte sich zunächst auf Studioblitze spezialisiert, bevor es 2018 mit der SL-Serie in den Filmbereich expandierte. Die UL-Panels entstanden als direkte Konkurrenz zu Aputure's MC-Serie und Nanlite's Forza-Linie. 2023 folgte ein Firmware-Update mit erweiterten Effekt-Modi und verbesserter App-Integration.
Praxiseinsatz im Film
Die UL-Panels eignen sich für Gimbal-Arbeiten, wo traditionelle Fresnel-Spots zu schwer sind. Bei Handheld-Sequenzen lassen sie sich direkt an der Kamera montieren oder als mobile Aufhelllichter einsetzen. Dokumentarfilmer nutzen die UL60 für diskrete Interviewbeleuchtung, während die UL150 als Hintergrundlicht oder für Produktaufnahmen dient. Der geringe Stromverbrauch ermöglicht mehrstündige Drehs mit einem NP-F970-Akku. Nachteile zeigen sich bei größeren Sets, wo die begrenzte Lichtleistung nicht ausreicht, und bei extremen Farbtemperatur-Anforderungen jenseits des bi-color-Spektrums.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber Aputure MC wiegen die UL-Panels mehr, bieten aber deutlich höhere Lichtleistung. Nanlite's PavoTube-Serie übertrifft die UL-Panels in der Flexibilität durch Röhrenform, erreicht jedoch nicht deren Punktlicht-Intensität. Klassische Tungsten-Spots liefern wärmeres Licht, benötigen aber Netzstrom und erzeugen Wärme. Für maximale Portabilität wählt man UL60, für höhere Leistung bei akzeptablem Gewicht UL150. Bei großflächiger Ausleuchtung bleiben traditional Fresnel-Spots oder HMI-Scheinwerfer erste Wahl.
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