Markenname für hochwertige Schaumstoffplatten von Monsanto — dichter und stabiler als Standard-Foam-Core.
Technische Details
Fome-Cor-Platten wiegen bei 5mm Stärke etwa 300g/m² und reflektieren als weiße Fläche circa 85-90% des auftreffenden Lichts diffus zurück. Die schwarze Variante absorbiert über 95% des Lichts und eignet sich als kostengünstiger Flag-Ersatz. Professionelle Filmversionen sind oft mit laminierter Oberfläche versehen, die Feuchtigkeit und mechanische Beanspruchung besser verkraftet. Die Platten lassen sich mit Cutter-Messern präzise schneiden und mit Gaffer-Tape an C-Stands oder Klemmhaltern befestigen.
Geschichte & Entwicklung
Monsanto führte Fome-Cor 1972 als Displaymaterial für Werbung und Architektur ein. Bereits Ende der 1970er Jahre entdeckten Low-Budget-Filmemacher das Material als Alternative zu teuren Studio-Reflektoren. Der Durchbruch kam in den 1980ern, als Gaffer erkannten, dass sich mit Fome-Cor kostengünstig große Leuchtflächen konstruieren ließen. Heute produzieren verschiedene Hersteller ähnliche Schaumstoffplatten unter Bezeichnungen wie Foam-Core oder Kapafix.
Praxiseinsatz im Film
Fome-Cor fungiert als Bounce-Fläche für weiches Aufhelllicht bei Interviews oder Close-ups. Schwarze Platten dienen als negative Fill oder Abschatter für harte Schatten. Bei "The Blair Witch Project" (1999) nutzte das Team ausschließlich Fome-Cor-Reflektoren für die Beleuchtung der Zelt-Szenen. In der Produktfotografie werden oft mehrere Platten zu Lichtzelten kombiniert. Der Hauptvorteil liegt im Transport: Eine 70x100cm Platte wiegt nur 200g gegenüber 2kg bei vergleichbaren Collapsible-Reflektoren.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber Styropor-Platten bietet Fome-Cor durch die Papierschicht gleichmäßigere Lichtverteilung ohne Struktur-Schatten. Collapsible-Reflektoren sind mobiler, aber windanfälliger und teurer. Moderne LED-Panels ersetzen zunehmend Fome-Cor-Konstruktionen, da sie kontrollierbare Lichttemperatur und -intensität bieten. Für einmalige Drehs bleibt Fome-Cor unschlagbar kostengünstig, während professionelle Productions auf langlebigere Lastolite- oder California-Sunbounce-Systeme setzen.