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Festdichte
Licht

Festdichte

Fixed Density
Murnau AI illustration
neutral density gel hard light densitometer variable density soft hard light solid

Neutraldichtefilter mit konstanter Lichtwertreduktion über das gesamte Spektrum — z.B. ND 0,9 bricht immer 3 Blendenstufen ab. Einsatz: Kontrolle der Verschlusszeit ohne Blendenwechsel.

Am Set brauchst du oft längere Verschlusszeiten, ohne dass die Blende mitwandern darf. Genau dafür packt man einen Festdichte-Filter vor die Linse — ein Neutraldichtefilter, der gleichmäßig über alle Farbbereiche hinweg Licht abblockt. Das Ergebnis: konstante, vorhersehbare Lichtwertreduktion ohne Farbverfälschung.

Die Praxis ist simpel. Dein ND 0,9 (drei Blendenstufen) oder ND 1,2 (vier Stufen) funktioniert bei Sonnenlicht wie bei kunstlichtem Licht identisch — immer derselbe Reduktionsfaktor. Du stellst die Blende fest, wo du sie haben willst (f/2.8 für die Tiefenschärfe, die du brauchst), und die Festdichte nimmt dir einfach Licht weg, ohne die Optik zu verändern. Das ist der entscheidende Unterschied zur variablen ND-Schraube: keine Farbstiche, keine Vignettierung bei extremen Positionen, keine Qualitätsverluste durch Glasverzerrung.

Praktisch am Set bedeutet das: Wenn du bei Mittagssonne mit 24fps und T/2 drehen willst (für Bewegungsunschärfe bei Dialogszenen), reicht deine offene Blende allein nicht — zu viel Licht. Dein Festdichte-Filter (etwa ND 0,6 bis 1,2, je nach Sonnenwinkel) bricht genug Licht, dass die Verschlusszeit bei 180 Grad bleibt und die Optik offen. Resultat: natürliche Bewegungsunschärfe, kontrollierte Tiefenschärfe, stabile Belichtung über Stunden hinweg.

Die Qualität hängt von der Filteroptik ab. Gute Festdichte-Filter (optisches Glas, mehrschichtig vergütet) kosten Geld — aber sie halten die Kontraste stabil und verfälschen nicht. Billige Varianten wirken milchig, dreschen Halos um Lichter. Am Set merkst du den Unterschied sofort im Sucher. Dass Festdichte-Filter im Gegensatz zur variablen ND keine Polarisations-Instabilität verursachen, ist ein unterschätzter Vorteil bei Drehs an Wasser oder in reflektierenden Umgebungen.

Klassischer Fehler: Dich auf die nominale Stufenzahl verlassen. Messung vor Ort mit Belichtungsmesser ist Pflicht — Herstellerangaben schwanken. Auch: mehrere kleine Festdichte-Filter stapeln statt einen großen zu nehmen — das reduziert Glasverluste und macht dich flexibler in gemischtem Licht.

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