Filmlexikon.
Externes Mikrofon
Ton

Externes Mikrofon

External Microphone
dynamic miccrystal microphonemicrophone · 3 Verwandte Begriffe
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dynamic mic crystal microphone microphone

Unabhängiges Aufnahmegerät — Lavalier, Shotgun oder Headset am Akteur. Trennung von Kamera-Audio für saubere Synchronisation.

Du brauchst ein externes Mikrofon, sobald die Kamera-Audio nicht mehr ausreicht — und das ist bei professionellen Produktionen die Regel, nicht die Ausnahme. Die eingebauten Mikrofone der Kamera liefern dir Rauschen, Windgeräusche und eine Dynamik, die im Schnitt kaum zu retten ist. Ein externes Mikrofon sitzt näher an der Quelle: am Schauspieler, über der Szene oder direkt am Set-Element, das du aufnehmen willst. Das Signal geht parallel zur Kamera auf einen separaten Recorder — ein Zoom H5, einen Sennheiser EW-Funker oder ein professionelles Mehrkanal-System. So entkoppelst du die Ton-Qualität von der Kamera-Hardware.

Die Standard-Setups: Beim Drehbuch-Dialog arbeitet du mit einem Lavaliermikrofon (Ansteckmikrofon) unter dem Hemd oder der Bluse — unsichtbar für die Kamera, direkt an der Stimme. Bei Außendrehorten oder wenn die Schauspieler mobil sein müssen, greifst du zu Funk-Lavaliers. Für Weitschüsse und Umgebungsgeräusche nutzt du ein Shotgun-Mikrofon (Richtmikrofon) auf einem Mikrofonständer oder einer Boom-Stange — ideal für Dialoge, die du von oben ins Bild fahren willst, ohne den Frame zu verunreinigen. Beim Interview oder bei stationären Szenen kann ein Desktop-Mikrofon oder ein Kopfbügel-Headset die sicherere Lösung sein.

Die entscheidende Praktik: Du synchronisierst das externe Mikrofon mit deiner Kamera über eine Klappe (Synchronisations-Schärfe mit Clap und Ton) oder via Time-Code. Im Schnitt matchest du dann die Audio-Spur des externen Mikrofons mit der Kamera-Audio und stellst sicher, dass beide perfekt zusammenlaufen — Lippensync ist nicht verhandelbar. Das externe Signal ersetzt dann die schwache Kamera-Tonspur oder wird als primäre Quelle gemischt. Bei mehreren Sprechern — Interviews, Diskussionsszenen — legst du mehrere Funk-Lavaliers an und recordest jeden Kanal einzeln. So hast du im Schnitt volle Kontrolle über die Pegelverhältnisse und kannst einzelne Stimmen isolieren oder regatten.

Ein Punkt, den Anfänger unterschätzen: das externe Mikrofon ist nur so gut wie die Windschutzbehandlung. Auch bei schwachem Wind fängt dein Richtmikrofon Rauschen ein, das du nicht mehr herrausfiltert. Windschutz (Softie, Topper oder Zeppelin) ist nicht optional. Und vergiss nicht die Levels: Der Ton-Techniker am Set sitzt mit seinem Recorder neben dir und kontrolliert live, dass das externe Mikrofon nicht übersteuert und genug Headroom hat. Kommuniziert miteinander — der Ton-Mensch ist dein Partner, nicht dein Dienstleister.

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