Images built from mathematical curves and shapes, not pixels — infinite scalability without degradation. Essential for motion design and title sequences.
Du brauchst Grafiken, die sich beliebig groß ziehen lassen, ohne pixelig zu werden — dann arbeitest du mit Vektorgrafiken. Im Gegensatz zu Rastergrafiken, die aus einem festen Gitter von Pixeln bestehen, definieren Vektorgrafiken Formen durch mathematische Kurven und Ankerpunkte. Eine Linie ist nicht "eine Reihe von Pixeln", sondern eine Bezierkurve mit Start- und Endpunkt; ein Kreis entsteht aus einer Formel, nicht aus einer Bitmap. Das heißt: Du kannst sie auf 120 % hochfahren oder auf 20 % herunterfahren — die Qualität bleibt gleich scharf.
Am Set und im Schnitt spielen Vektorgrafiken vor allem im Motion Design ihre Stärke aus. Title-Sequenzen, Lower Thirds, animierte Logos, Infografiken — das läuft fast ausschließlich über Vektor-basierte Software wie Adobe Illustrator, After Effects oder Blender. Der praktische Vorteil: Du designst deine Grafik einmal, exportierst sie sauber und skalierst sie je nach Projekt-Anforderung neu, ohne die Adobe-Datei anzufassen. Bei Pixelgrafiken (Photoshop, PNG) müsstest du bei jeder Größenänderung neu arbeiten oder mit Upscaling-Tricks leben.
Wichtig für die Pipeline: Vektorgrafiken werden typischerweise als .ai (Illustrator), .eps oder .svg exportiert und dann in After Effects, Nuke oder DaVinci Fusion importiert. Im Compositing ist dein Standard die Arbeit mit Vektor-Shapes direkt in der Timeline — du zeichnest Masken, Pfade und Animationen vektorbasiert, ohne dass je ein Pixel ins Spiel kommt. Das gibt dir maximale Flexibilität beim Rotoscoping oder bei der Animationskontrolle. Erst beim finalen Output zu DNxHD oder ProRes wird deine Vektorgrafik gerastert — dann hat sie eine feste Pixelauflösung.
Ein Fallstrick: Fotorealistische Bilder lassen sich nicht sinnvoll als Vektor umsetzen. Komplexe Texturen, Schatten, Farbnuancen — das brauchst du in Raster. Aber für alles Grafische, Geometrische, Typografische — Vektor ist der Standard, den du nicht anfragen hast. Die Software-Welt trennt sich hier klar: Illustrator und InDesign für Design-Output, After Effects und Nuke für Animation und Compositing.