Uncompressed raster format with alpha channel — legacy standard for VFX plates and compositing. Replaced by OpenEXR in modern workflows but still used in some pipelines.
Wer in den 90ern und frühen 2000ern mit Visual Effects arbeitete, kam um TARGA nicht herum. Das Format — entwickelt von Truevision für die grafische Datenverarbeitung — speichert Bildinformation unkomprimiert und behält dabei einen vollwertigen Alpha-Kanal bei. Das ist die zentrale Eigenschaft: Du kannst eine Sequenz als TARGA-Stack exportieren und hast garantiert transparente Bereiche, ohne dass Kompression oder Quantisierung deine Maske zerreißt. Im Compositing ist das Gold wert.
Am Set und in der VFX-Pipeline funktioniert TARGA einfach: Du renderst deine CGI-Elemente — Partikelsysteme, Lichter, Schattenpässe — als TGA-Sequenz raus. Jeder Frame eine einzelne Datei, unkomprimiert, typischerweise 24 oder 32 Bit (RGB oder RGBA). Der Compositor nimmt diese Plates, stapelt sie in Nuke oder After Effects und compositet sie direkt über die Kamera-Originalaufnahmen. Keine Generationsverluste durch Kompression, keine versteckten Artifact im Alpha. Das ist verlässlich.
Praktisch bedeutet das allerdings auch: riesige Datenmengen. Eine 2K-Sequenz mit 100 Frames als 32-Bit TARGA verbraucht schnell mehrere Gigabyte. Speicher und Durchsatz waren in den 2000ern kostbar — das war ein echter Trade-off. Deswegen arbeiteten manche Shops mit komprimierten Intermediaten (ProRes, DNxHD) und speicherten nur die finalen Render-Passes unkomprimiert als TARGA.
Heute ist das Format in modernen VFX-Pipelines weitgehend durch OpenEXR verdrängt worden. EXR bietet bessere Bit-Tiefe (16 und 32 Bit Float statt Integer), mehrere Kanäle in einer Datei (statt separater Passes), und Kompression ohne Verlust. Aber ältere Systeme, Legacy-Projekte und manche spezialisierte Tools greifen immer noch auf TARGA zurück — es ist stabil, dokumentiert und wird überall supported. Wer auf großen Archiven arbeitet oder mit älteren Compositing-Stationen kompatibel sein muss, wird TARGA noch begegnen. Die Dateiendung .tga bleibt ein Relikt dieser Ära.