Press materials and PR work — stills, interviews, press kits. Free editorial coverage versus paid advertising. Launch strategy before release.
Die Publicity-Abteilung einer Filmproduktion kümmert sich um die redaktionelle Sichtbarkeit des Projekts — das ist der entscheidende Unterschied zur Advertising. Während du für Werbung Geld ausgibst, generiert Publicity kostenlose Medienberichterstattung durch Pressemitteilungen, Fotos vom Set, Interviews mit Regisseur und Cast sowie komplette Pressehefte. Das Ziel: Der Film landet in Zeitungen, Blogs, Podcasts und auf Social-Media-Kanälen, ohne dass dafür Anzeigenbudget fließt. In der Praxis bedeutet das, dass du als Producer oder Produzent-Vertreter ständig mit Journalisten kommunizierst, exklusives Bildmaterial bereitstellst und Story-Angles entwickelst, die Redaktionen interessieren.
Das klassische Publicity-Material besteht aus Behind-the-Scenes-Fotos (hochauflösend, pressetauglich), die bereits während der Dreharbeiten von einem dedizierten Fotografen gemacht werden — nicht vom Set-Fotografen für die Regie, sondern speziell für Mediennutzung. Dazu kommen Pressehefte (8–16 Seiten): Kurzinformation zum Film, Synopse, Crew-Profile, Produktionsnoten, technische Daten. Diese Hefte verteilst du an Journalisten, Filmfestivals und Kino-Verbände. Interviews sind zentral — der Regisseur spricht mit Branchenmedien, der Hauptdarsteller mit Lifestyle-Magazinen. Publicity-Profis koordinieren diese Termine, bereiten Talking Points vor und stellen sicher, dass die richtige Person mit dem richtigen Medium spricht.
Am Set selbst arbeitest du eng mit der Regie und dem Unit Production Manager zusammen, um sicherzustellen, dass Drehpausen für Fototermine eingeplant sind. Ein fremdgesteuerter Fotograf auf dem Set kann störend wirken, aber professionelle Publicity-Fotografen wissen, wie sie diskret arbeiten. In der Post-Production wird Publicity intensiver: Trailer-Imagery muss ausgewählt werden, erste-Look-Fotos gehen an Magazine, Interviews werden geschnitten und als Video-Clips verteilt. Großbudget-Produktionen haben eine eigene Publicity-Managerin oder einen Pressesprecher; kleinere Filme wickeln das über externe Agenturen ab.
Der Unterschied zu Marketing liegt in der Kontrolle: Advertising spricht direkt dein Ziel-Publikum an und ist kostenpflichtig. Publicity verlässt sich auf die Glaubwürdigkeit von Journalisten und erreicht Leser indirekt — dafür ist die Botschaft oft wirkungsvoller, weil sie redaktionell vermittelt wird. Eine gute Publicity-Strategie beginnt sechs Monate vor Kinostart, nicht drei Wochen davor.