Filmlexikon.
Olden/Tri-Delta Filter
Kamera

Olden/Tri-Delta Filter

Olden/Tri-Delta
Murnau AI illustration

Tiffen color filter set for subtle color grading — Olden adds warmth, Tri-Delta creates delicate color separation. Classic for portraiture and romantic scenes without diffusion.

Tiffen hat mit dem Olden und dem Tri-Delta zwei Farbfilter ins Sortiment gebracht, die sich subtil, aber wirksam unterscheiden — beide arbeiten ohne die weichmachende Diffusion, die Dich beim Porträt manchmal zu viel kostet. Der Olden ist dein klassischer Warm-Filter mit einem dezenten Bernstein- oder Honigstich. Er hebt die Farbtemperatur um etwa 150–200K an, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Am Set merkst Du sofort: Haut bekommt Präsenz, wirkt lebendiger, weniger bleich unter Kunstlicht. Besonders wertvoll bei Tagesaufnahmen im Schatten oder wenn Du mit kühlerem LED-Licht arbeitest und nicht nachträglich im Schnitt kolorieren willst.

Der Tri-Delta funktioniert völlig anders — er erzeugt eine subtile Farbseparation statt einfach zu wärmen. Das Filter besteht aus drei überlagerten Farbschichten (daher der Name), die leichte Farbhöfe und eine malerische Qualität erzeugen, ohne dabei diffus zu werden. Wo der Olden direkt auf die Farbtemperatur wirkt, schafft Tri-Delta Tiefe durch Farbversatz. Du packst ihn vor die Linse und plötzlich haben Deine Highlights einen subtilen Magenta- oder Grünstich, während die Schatten in die entgegengesetzte Richtung driften. Das ist kein Prisma-Effekt — viel feiner, fast unmerklich auf den ersten Blick, aber im Gesamtbild ändert sich die Stimmung erheblich.

In der Praxis funktioniert das Olden-Filter am besten, wenn Du bereits gute Beleuchtung hast und nur einen thermischen Push brauchst. Romantische Szenen, Beauty-Shots, Close-ups in warmem Kunstlicht — hier ist der Olden Dein Standardwerkzeug. Der Tri-Delta dagegen ist die Waffe für Bilder, denen es an Dimension fehlt. Bei flachem Licht oder wenn Du eine künstlerische Qualität ohne echte Diffusion suchst, erzeugt er genau das — nicht weich, sondern farblich versetzt. Das Licht wirkt voluminöser, die Haut bekommt eine weiche Modulation, ohne dass die Augen verschwimmen.

Beide Filter gibt es in verschiedenen Stärken — 1/8, 1/4, volle Stärke — je nachdem, wie viel Einfluss Du haben möchtest. Montiere sie direkt auf die Linse oder ins Mattebox-System. Im digitalen Zeitalter nutzen viele DoPs sie weniger, weil der Farbraum in Post beliebig manipulierbar ist, aber am Set erkennst Du sofort den Unterschied: Das Bild sieht lebendiger aus, wenn es durch das richtige Filter kommt — nicht erst bei Minute 23 der Farbkorrektur.

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