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Angenieux EZ
Kamera · Equipment

Angenieux EZ

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Murnau AI illustration
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Professional focus breathing compensated cinema zoom lens with electronic servo controls for precision focus tracking.

Technische Details

Die EZ-Serie besteht aus drei Hauptobjektiven: dem EZ-1 (30-90mm T2), dem EZ-2 (15-40mm T2.3) und dem EZ-3 (22-60mm T2.8). Alle Objektive verfügen über eine Frontlinse mit 114mm Durchmesser und ein einheitliches Filtergewinde von 134mm. Der Zoomring weist einen Drehwinkel von 340° auf, was präzise Brennweiteneinstellungen ermöglicht. Die chromatische Aberration liegt unter 0.003% im gesamten Zoombereich. Das Gewicht variiert zwischen 4.2kg (EZ-2) und 5.1kg (EZ-1). Die Objektive sind mit PL-Mount ausgestattet und optional mit LPL-Mount für Large-Format-Kameras erhältlich.

Geschichte & Entwicklung

Angenieux führte die EZ-Serie 2012 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Vollformat-Zoomobjektiven für digitale Kinoproduktionen ein. Das erste Modell EZ-1 etablierte sich schnell als Standard für Netflix-Produktionen, die 4K-Qualität forderten. 2016 erweiterte Angenieux die Serie um das EZ-2 für Weitwinkelaufnahmen, gefolgt vom EZ-3 im Jahr 2018. Die Entwicklung basierte auf der Expertise aus der Optimo-Serie und dem Feedback von Kameraleuten wie Emmanuel Lubezki und Roger Deakins.

Praxiseinsatz im Film

"The Revenant" (2015) wurde vollständig mit der EZ-Serie gedreht, wobei Kameramann Emmanuel Lubezki die konstante Lichtstärke für die Available-Light-Szenen nutzte. "Blade Runner 2049" (2017) verwendete das EZ-1 für die charakteristischen Zoom-Fahrten in den Stadtszenen. Die Serie eignet sich besonders für Handheld-Aufnahmen aufgrund der ausgewogenen Gewichtsverteilung und für Steadicam-Einsätze dank der konstanten Balance im gesamten Zoombereich. Der Hauptvorteil liegt in der gleichbleibenden Bildqualität ohne Schärfeverlust beim Zoomen, während der hohe Anschaffungspreis von 40.000-60.000 Euro pro Objektiv den Hauptnachteil darstellt.

Vergleich & Alternativen

Die EZ-Serie konkurriert direkt mit Canon CN-E und ARRI Alura Zoomobjektiven. Während Canon-Objektive preiswerter sind (ca. 25.000 Euro), bieten sie nicht die gleiche mechanische Präzision. ARRI Alura-Objektive erreichen ähnliche optische Qualität, sind jedoch 30% schwerer. Für Budget-Produktionen dienen Fujinon MK-Objektive als Alternative mit vergleichbarer Bildqualität bei halber Lichtstärke. Die EZ-Serie bleibt erste Wahl für High-End-Kinoproduktionen, während Alura-Objektive häufiger in der Werbung eingesetzt werden.

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