Vollformat-Festbrennweiten von DZOFilm mit T1.8-T2.8 — charakteristischer Look zwischen vintage und modern, PL/EF-Mount.
Technische Details
Alle Arles-Objektive verwenden eine 16-linsen Konstruktion mit mehrschichtiger Nanobeschichtung und erreichen eine Auflösung von über 6K bei offener Blende T2.8. Das Gewicht variiert zwischen 1,8kg (25mm) und 2,1kg (135mm), bei einer einheitlichen Länge von 134mm. Die Fokusrotation beträgt 300 Grad mit präzisen 0,8er Zahnkränzen für Follow Focus-Systeme. Der Close Focus von 60cm bleibt bei allen Brennweiten konstant, was einen Vergrößerungsfaktor zwischen 1:10 (25mm) und 1:4 (135mm) ermöglicht. Die Objektive decken einen Bildkreis von 46,3mm ab und sind somit für Vollformat-Sensoren bis 8K optimiert.
Geschichte & Entwicklung
DZOFilm brachte die Arles-Serie 2021 als zweite Cine-Objektivlinie nach den Vespid-Primes auf den Markt. Das Unternehmen, gegründet 2019 in Hangzhou, positionierte sich als kostengünstige Alternative zu etablierten Herstellern wie Zeiss oder Cooke. Die Arles-Objektive entstanden aus der Erkenntnis, dass viele Produktionen erschwingliche Vollformat-Cine-Optiken mit professioneller Mechanik benötigen. 2022 erweiterte DZOFilm das Portfolio um Arles-Objektive mit E-Mount für spiegellose Kameras, 2023 folgte eine limitierte Titanium-Variante mit reduziertem Gewicht.
Praxiseinsatz im Film
Die Netflix-Serie "The Empress" (2022) nutzte DZOFilm Arles für Steadicam-Sequenzen, da das moderate Gewicht längere Handheld-Takes ermöglichte. Dokumentarfilmer schätzen die konstante Naheinstellgrenze für schnelle Brennweitenwechsel ohne Fokus-Neueinstellung. Der einheitliche T2.8-Wert erleichtert Belichtungsübergänge bei Objektivwechseln erheblich. Die Serie zeigt einen warmen, cinematischen Look mit sanftem Bokeh und kontrollierten Lensflares. Coloristen berichten von guter Farbkonsistenz zwischen den Brennweiten, jedoch mit leichtem Magenta-Shift bei offener Blende.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber Zeiss CP.3 oder Sony FX bieten Arles-Objektive 60% der Abbildungsleistung zu 30% des Preises, bei vergleichbarer mechanischer Präzision. Die Serie konkurriert direkt mit Sigma Cine-Objektiven und Samyang XEEN, übertrifft diese jedoch in der Farbkonsistenz. Im Gegensatz zu variablen Cine-Zooms wie dem DZOFilm Pictor 20-55mm bieten die Arles-Primes höhere Lichtstärke und geringere Verzerrung. Für High-End-Produktionen bleiben Cooke S7/i oder Zeiss Master Primes die erste Wahl, während Arles-Objektive den Mittelklasse-Markt zwischen Consumer- und Profi-Segement bedienen.