Professionelle Filmdrohne von DJI mit 360°-drehbarer Kamera — ermöglicht komplexe Luftaufnahmen in 4K und 6K.
Technische Details
Die Inspire 1 (2014) verfügt über eine 4K-Kamera mit 1/2,3"-CMOS-Sensor und zeichnet in DCI 4K (4096×2160) bei 24/25fps oder UHD 4K bei 30fps auf. Die Inspire 2 (2016) nutzt austauschbare Kameras: Die Zenmuse X5S mit Micro Four Thirds-Sensor nimmt 5,2K CinemaDNG RAW und 4K ProRes auf, die X7 sogar 6K CinemaDNG mit Super 35mm-Sensor. Das Dual-Battery-System der Inspire 2 liefert 98 Wh Gesamtkapazität für 25-27 Minuten Flugzeit. Die maximale Übertragungsreichweite beträgt 7 km mit dem Lightbridge-System bei 1080p60 in Echtzeit.
Geschichte & Entwicklung
DJI stellte die Inspire 1 im November 2014 vor und etablierte damit den Standard für cinematographische Drohnen unter 10.000 Euro. Das revolutionäre Design mit den wegklappenden Landegestellen löste das Problem der Propeller-Schatten in der Kameraaufnahme. 2016 folgte die Inspire 2 mit deutlich verbesserter Bildqualität und professionellen Codecs. Die Raw-Aufnahmefähigkeit und die Unterstützung für Wechselobjektive brachten die Serie in den Bereich Hollywood-tauglicher Produktionswerkzeuge.
Praxiseinsatz im Film
Christopher Nolan setzte die Inspire 2 für spektakuläre Verfolgungssequenzen in "Tenet" (2020) ein, Martin Scorsese verwendete sie für Establishing Shots in "The Irishman" (2019). Der typische Workflow umfasst die Zwei-Personen-Bedienung: Ein Pilot steuert die Drohne, ein Kameraoperator die Gimbal-Bewegungen über separate Fernsteuerungen. Die Inspire 2 erreicht durch den Obstacle Sensing nur 2 cm Mindestabstand zu Objekten und ermöglicht extreme Low-Level-Flüge. Limitationen zeigen sich bei Wind über 10 m/s und der auf 27 Minuten begrenzten Flugzeit.
Vergleich & Alternativen
Die Inspire-Serie positioniert sich zwischen Consumer-Drohnen wie der DJI Mavic und professionellen Systemen wie der DJI Matrice 600 mit RED-Kameras. Direkter Konkurrent ist die Autel EVO II Pro mit 6K-Sensor, die jedoch keine RAW-Aufnahme bietet. Für Budgetproduktionen unter 50.000 Euro bleibt die Inspire 2 Standard, darüber greifen Produktionen zu Custom-Built-Lösungen mit Alexa Mini oder RED Komodo. Die 2019 eingestellte Serie wird durch modulare DJI-Systeme wie die FPV-Drohne für spezielle Anwendungen ergänzt.