Kompakte LED-Leuchte von Outsight mit eingebauter Steuerung — kombiniert hohe Lichtleistung mit batterielosem Betrieb.
Technische Details
Das Vortex-Panel arbeitet mit Vollspektrum-LEDs und erreicht einen CRI-Wert von 95+ sowie einen TLCI-Wert von 98. Die Farbtemperatur ist stufenlos von 2.700K bis 6.500K regelbar, die Leistungsaufnahme beträgt maximal 85 Watt bei 24V DC-Betrieb. Das Gehäuse aus Aluminium wiegt 1,2 kg und ist nach IP65 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Über das integrierte Wireless-Modul lässt sich das Panel via Bluetooth oder DMX512 fernsteuern. Die Rotation erfolgt über einen bürstenlosen Motor mit einer Geschwindigkeit von 0,1 bis 10 Umdrehungen pro Minute.
Geschichte & Entwicklung
Creamsource stellte den Vortex 2019 auf der NAB in Las Vegas erstmals vor, nachdem das Unternehmen bereits seit 2016 mit rechteckigen LED-Panels erfolgreich war. Die Entwicklung dauerte drei Jahre und zielte darauf ab, kontinuierliche Lichtbewegungen ohne mechanische Verschleißteile zu ermöglichen. 2020 folgte eine überarbeitete Version mit verbesserter Farbwiedergabe und leiserer Motorsteuerung. Seit 2022 ist eine erweiterte Variante mit zusätzlichen RGB-LEDs für Farbeffekte verfügbar.
Praxiseinsatz im Film
Das rotierende Panel eignet sich besonders für dynamische Lichteffekte in Musikvideos und Werbespots, wo bewegtes Licht narrative Bedeutung trägt. Bei Nachtaufnahmen simuliert der Vortex Scheinwerfer von vorbeifahrenden Fahrzeugen oder Suchscheinwerfer. In Innenräumen erzeugt die Rotation weiche, wandernde Schatten für atmosphärische Szenen. Der Einsatz bei "The Crown" (Staffel 4) demonstrierte die Eignung für historische Ballsaal-Szenen, wo rotierendes Licht die Eleganz der 1980er Jahre unterstrich. Der geringe Stromverbrauch ermöglicht batteriebetriebenen Einsatz an schwer zugänglichen Positionen.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu herkömmlichen Moving-Head-Scheinwerfern arbeitet der Vortex geräuschlos und ohne komplexe Mechanik. Statische LED-Panels wie das Litepanels Astra erreichen höhere Lichtleistung, bieten aber keine Bewegungseffekte. Motorisierte Fresnel-Scheinwerfer wie der Arri L-Series erzeugen härteres Licht mit präziserer Strahlführung, benötigen jedoch deutlich mehr Strom und Kühlung. Für subtile Lichtbewegungen ohne erkennbare Rotation eignet sich der Vortex besser als schnell rotierende Disco-Effektgeräte, die für Filmproduktionen zu aufdringlich wirken.
Aktuelles
Mit der Creamsource Vortex 2 erweitert der Hersteller seine professionelle LED-Panel-Serie um ein 2x2 Fuß großes RGBWW-Modul, das eine Lichtstärke von 100.000 Lux erreicht. Das Panel verfügt über neue Gel-Emulations-Algorithmen, die Tungsten- und Halogen-Lichtquellen präzise nachbilden. Eine batteriebetriebene Variante macht das System auch für mobile Produktionen und Run-and-Gun-Drehs einsetzbar.
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