Kleinste HMI-Leuchte mit 200W — ideal für Detailausleuchtung und mobile Drehs mit Tageslichtcharakter.
Technische Details
Die Leuchte arbeitet mit einer 200W/24V-Halogenlampe (Sockel G6.35) und erzeugt eine Lichtausbeute von etwa 4.800 Lumen bei 3.200 K Farbtemperatur. Der Fresnel-Spot-Mechanismus ermöglicht eine stufenlose Verstellung des Abstrahlwinkels zwischen 12° (Spot) und 65° (Flood) durch axiales Verschieben der Lampe zur Linse. Das Aluminiumgehäuse mit Lüftungsschlitzen verhindert Hitzestau, während die 4-flügelige Torblende (Barndoors) präzise Lichtformung ermöglicht. Betrieb erfolgt über 12V- oder 24V-DC-Netzteile oder Batterien.
Geschichte & Entwicklung
Lowel-Light Manufacturing führte 1982 den ersten Compact 200 (Pro-Light) ein, gefolgt von Dedolight's verbesserten Varianten ab 1987 unter Dedo Weigert. Die Entwicklung reagierte auf den Bedarf mobiler Filmteams nach kraftvollen, aber transportablen Lichtquellen für Documentary- und Low-Budget-Produktionen. Ab den 1990er Jahren etablierten sich standardisierte Versionen von Arri, K5600 und anderen Herstellern. Moderne LED-Versionen seit 2010 bieten variable Farbtemperatur bei reduziertem Stromverbrauch.
Praxiseinsatz im Film
Compact 200-Leuchten dienen als Key Light für Nahaufnahmen, Fill Light in größeren Setups oder Akzentbeleuchtung für Details. In "Das Boot" (1981) verwendete Jost Vacano frühe Prototypen für die beengten U-Boot-Innenräume. Dokumentarfilmer schätzen die schnelle Setup-Zeit von unter 30 Sekunden und die Möglichkeit, mit einem 3-Light-Kit (2x Key, 1x Fill) professionelle Porträts zu realisieren. Der geringe Stromverbrauch ermöglicht 4-5 Stunden Dauerbetrieb mit Standard-Akkupacks.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber 650W-Redheads bietet der Compact 200 deutlich weniger Lichtleistung, aber höhere Mobilität und präzisere Lichtformung durch die Fresnel-Optik. 150W-LED-Panels erreichen ähnliche Lichtausbeute bei variabler Farbtemperatur, jedoch ohne die punktuelle Lichtcharakteristik. Für Interview-Situationen konkurriert der Compact 200 mit Ringlichtern, bietet aber natürlichere Schattenverläufe. Bei Außenaufnahmen am Tag reicht die Leistung nur für subtile Aufhellungen, während 400W-HMI-Leuchten tageslichtäquivalente Beleuchtung liefern.
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