Bienséance

Französisches Regelwerk der Klassik — verbietet Gewalt, Sexualität und Regelbruch auf der Bühne, erzwingt Andeutung statt Darstellung. Prägt bis heute Szenenaufbau und Kameraarbeit.

Lexikon: bienseance

Die französische Klassik des 17. Jahrhunderts etablierte ein Regelwerk, das nicht nur Dramatik, sondern auch Filmsprache bis heute durchzieht: Bienséance — das Gebot des Schicklichen, der Angemessenheit. Was auf der Bühne nicht gezeigt werden durfte — Gewalt, sexuelle Akte, der Tod selbst — musste suggeriert, verlagert, hinter die Kulisse verschoben werden. Der Zuschauer vervollständigte das Unsichtbare im Kopf. Das klingt nach alter Theatertheorie, ist aber beim Drehen immer noch relevant: Bienséance zwingt zur Ökonomie der Darstellung.

Mehrsprachig

(1 von 6 Sprachen)

Spanisch (ES)

Código dramático clásico francés — prohíbe violencia explícita, sexualidad y transgresión; impone sugerencia sobre mostración. Moldea aún hoy las escenas.

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