Ueberarbeitung der ARRI Alexa 35 (Juli 2025) — bis 660 fps, neuer ARRICORE-Codec, abgedichtete Elektronik nach IP 51. Sie ersetzt die Standard-Alexa-35, statt sie zu ergaenzen.
Die ARRI ALEXA 35 Xtreme wurde am 31. Juli 2025 vorgestellt. Sie ist keine Sondervariante neben der ALEXA 35, sondern deren Nachfolgerin — ARRI selbst spricht davon, dass sie die ALEXA 35 überarbeitet und ersetzt. Gehäuse und Anschlusspositionen bleiben identisch, das komplette Zubehör-Ökosystem der ALEXA 35 passt weiter.
Was wirklich neu ist
Der Hauptpunkt ist die Bildrate. Die Xtreme geht bis 660 fps und macht damit auf den meisten Drehs die zweite, spezialisierte High-Speed-Kamera überflüssig. Wichtig ist die Abstufung: bis 330 fps behält die Kamera ihre vollen 17 Blendenstufen Dynamikumfang. Der Sensor-Overdrive-Modus oberhalb von 330 fps bis 660 fps kostet Dynamik — dort bleiben 11 Stufen. Die Wahl der Bildrate legt also den Dynamikumfang mit fest.
Zweiter Punkt ist der Codec. ARRICORE ist neu und erzeugt bei vergleichbarer Qualität deutlich kleinere Datenraten — das schlägt direkt auf Kartenbedarf, Kopierzeiten am Set und Storage im Schnitt durch. Dazu kommen längere Pre-Recording-Zeiten, geringerer Stromverbrauch und deutlich besseres WLAN.
Abdichtung
Die Elektronik ist versiegelt, die Kamera ist spritzwasser- und staubgeschützt nach IP 51. Das ist ein echter Vorteil bei Marine-, Schnee- und Wüstendrehs — aber es ist eine Eigenschaft unter mehreren und nicht der Grund, warum es die Kamera gibt.
Am Set
Praktisch heißt das: Wer bisher für eine einzelne Zeitlupensequenz einen zweiten Body disponiert hat, kann das Budget umschichten. Die Entscheidung verlagert sich von "welche Kamera für diesen Shot" auf "welche Bildrate verträgt dieser Shot noch an Dynamikverlust" — eine Frage, die in die Vorbereitung gehört und nicht an den Drehtag.
Verwandte Begriffe
Quiz
1. Zu welchem Department gehört „ARRI Alexa 35 Xtreme"?